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Bekommt man Babyflaschen und Kindergeschirr in der Spülmaschine hygienisch sauber?

Babygeschirr Spülmaschine

Wenn ein Baby einzieht, verändern sich viele Gewohnheiten im Alltag der Eltern. Auch im Haushalt müssen einige Dinge angepasst werden, damit das neue Familienmitglied sich richtig wohlfühlen kann und jederzeit rundum gut versorgt ist.

Das Thema Ernährung ist vom ersten Augenblick an sehr wichtig für Eltern. Wird das Baby in den ersten Monaten ausschließlich gestillt, spielen dabei Geschirr und Besteck noch keine große Rolle. Wird dagegen mit Fläschchen gefüttert, muss gleich vom ersten Tag an die Frage geklärt werden, wie diese am besten gereinigt werden können.

Mit der Einführung der Beikost finden dann alle Kinder nach und nach ihren Platz am Tisch und möchten natürlich auch von ihrem eigenen Tellerchen und mit dem eigenen Besteck essen.

In diesem Zusammenhang ist zu bedenken, dass das Immunsystem von Babys kurz nach der Geburt noch nicht vollständig ausgebildet ist. Sie sind auf den Nestschutz angewiesen. Und auch Kleinkinder sind anfälliger, solange das Immunsystem noch nicht vollständig „ausgereift“ ist.

Ein hygienischer Umgang mit Fläschchen und Kindergeschirr ist deshalb besonders wichtig.

Dürfen Kindergeschirr und Babyflaschen in die Spülmaschine?

Vor allem mit kleinen Kindern kann das Geschirr schnell überhand nehmen. In den meisten Haushalten gehört deshalb die Spülmaschine zu den täglichen Helfern. Aber eignet sich die Reinigung auf Knopfdruck auch schon für das Babygeschirr? Werden Babyflaschen, Trinklernbecher, Tellerchen und erstes Besteck in der Spülmaschine hygienisch sauber? Oder sollten Babys tägliche Speiseutensilien lieber auf andere Weise gereinigt werden?

Experten sind der Meinung, dass auch die ersten Geschirrteile von Babys und Kleinkindern in der Spülmaschine am besten gereinigt werden. Moderne Spülprogramme reinigen hygienischer als ein Handspülgang, vor allem, weil in der Spülmaschine höhere Wassertemperaturen ausgewählt werden können, als dies beim Spülen von Hand möglich wäre.

Bei mindestens 60 Grad sollte Babys erster Teller in der Spülmaschine mitreisen, dann werden Keime beim Spülgang sorgfältig abgetötet.

Sicherheitsmaßnahmen in der Küche!

  • Besondere Vorsicht ist bei rohem Fleisch geboten. Es kann Keime enthalten, die sich schnell vermehren und vor allem für kleine Kinder gefährlich werden können. Geschirrteile, die mit rohem Fleisch in Berührung gekommen sind, sollte man deshalb mit kochendem Wasser abspülen, bevor sie in die Spülmaschine gestellt werden. Das gilt insbesondere dann, wenn die Maschine anschließend nicht sofort gestartet wird.
  • Spülmaschinentabs und Klarspüler dürfen Eltern übrigens auch einem Spülgang mit Kindergeschirr bedenkenlos beifügen. Für die Aufbewahrung der Utensilien sollte allerdings ganz besondere Sorgfalt gelten. Die Reinigungsmittel müssen immer unzugänglich aufbewahrt werden. Die bunten Farben der Produkte ziehen Kinder magisch an, können aber schlimme Vergiftungen hervorrufen.

Unangenehme Gerüche in der Spülmaschine schonend beseitigen

Geschirrspüler können, bei unsachgemäßem Umgang, Keime beherbergen und unangenehme Gerüche verbreiten. Die Ursache sind Speisereste, die sich in Zu- und Ableitungsschläuchen, im Besteckkorb oder im Abflusssieb festsetzen.

Die unangenehmen Duftnoten erfüllen nicht nur bei jedem Öffnen der Spülmaschine die Küche, sie können sich auch am Geschirr festsetzen. Deshalb empfiehlt es sich, dreckiges Geschirr nicht all zulange in der Spülmaschine aufzubewahren.

Wenn auch das Geschirr und Besteck der kleinsten Esser im Geschirrspüler gereinigt wird, sollten für die Beseitigung von Speiseresten und Essensgerüche zudem möglichst schonende und natürliche Hilfsmittel zum Einsatz kommen.

Mit diesen Tipps riecht die Spülmaschine schnell wieder frisch:

  • Man legt eine Zitronenschale in den Besteckkorb oder verteilt eine halbe Tasse Essig auf dem Boden des Spülers. Dann wird das Gerät wie gewohnt mit Geschirr gefüllt und gestartet.
  • Zwei Esslöffel Natronpulver, auf den Boden des Geschirrspülers verteilt, bewirken ebenfalls eine gründliche Entfernung von Ablagerungen.
  • Das spezielle Reinigungsprogramm der Spülmaschine regelmäßig nutzen und bei hartnäckigen Gerüchen zusätzlich Zitronenschale und Natronpulver dazugeben.
  • Ab und zu bei hohen Temperaturen reinigen. Temperaturen von 70 °C verhindern neue Gerüche und sorgen dafür, dass die Maschine keimfrei bleibt.

(Quelle: Ratgeber Spülmaschinen unter https://haushaltsgeraetetest.de)

Keimfreie Zone für Fläschchen und Co.

Fläschchen und Trinklernhilfen spielen innerhalb des ersten Lebensjahres eine große Rolle. Selbst Babys, die voll gestillt werden, lernen schon bald das Trinken aus einem Teefläschchen oder einem speziellen Trinklernbecher.

Und für Babys, bei denen das Stillen leider nicht klappt und die mit Pre-Nahrung oder anderer Säuglingsnahrung aufwachsen, gehört das Trinken aus dem Fläschchen von Anfang an zum Alltag.

Da das Immunsystem in dieser Phase des Lebens noch nicht vollständig entwickelt ist, sollten vor allem Fläschchen und Sauger noch zur keimfreien Zone erklärt werden.

So werden Fläschchen und Sauger nach jeder Mahlzeit wieder hygienisch sauber und keimfrei:

  • Fläschchen sollten nach jeder Mahlzeit mit heißem Wasser (mindestens 60 Grad besser 70 Grad) in der Spülmaschine gereinigt werden.
  • Bei Handwäsche sollte für Fläschchen und Sauger eine spezielle Spülbürste verwendet werden, die auch nur zur Reinigung dieser Utensilien gebraucht wird. Im gut sortierten Fachhandel gibt es Spezialbürsten für Babyfläschchen, die neben dem herkömmlichen Bürstenaufsatz zusätzlich über eine kleine Bürste zur Reinigung der Sauger verfügen.
  • Das Spülmittel sollte für eine bessere Umweltverträglichkeit aus möglichst natürlichen Inhaltsstoffen bestehen. Empfehlenswert sind bspw. die Produkte von Frosch, die schonend reinigen und in vielen Bereichen des Familienhaushaltes zum Einsatz kommen können.
  • Um gesundheitsschädliche Keime sorgfältig abzutöten, sollten Fläschchen, Sauger und Schnuller außerdem regelmäßig mindestens drei Minuten (besser 10 min) in kochendem Wasser gereinigt werden. (Achtung! Plastikflaschen können am heißen Topfboden schmelzen)
  • Als Alternative zum Auskochen bieten sich Dampfsterilisatoren oder Dampfvaporisatoren für die Mikrowelle an. Fläschchen, Sauger, Schnuller und anderes Zubehör werden hier bequem durch heißen Dampf steril gereinigt.

Das Immunsystem muss reifen

Das Immunsystem entwickelt sich nach der Geburt sehr schnell. Der Nestschutz hält noch bis ungefähr zum 4. Lebensmonat, gleichzeitig bildet sich die Immunabwehr heraus. Die ersten drei Lebensjahre sind hier entscheidend.

Anfangs ist noch besondere Vorsicht geboten und das Sterilisieren von Babyfläschen und Saugern sehr wichtig. Andererseits muss das Immunsystem kleiner Kinder aber auch Pilze, Viren und Bakterien ausgesetzt sein, um zu lernen und ein „Gedächtnis“ aufzubauen. Eine durchweg sterile Umgebung bis weit in das Kleinkindalter hinein wäre für die natürliche Entwicklung dann eher kontraproduktiv.

Das akribische Sterilisieren oder Auskochen sollte daher noch bis zum 6. Lebensmonat fortgesetzt werden. Mit Beginn der Beikost und im Krabbelalter ist das nicht mehr notwendig, kommen die Babys sowieso mit immer mehr Umweltfaktoren in Berührung. Ab da an ist eine normale Reinigung von Fläschchen und Kindergeschirr ausreichend.

Der Geschirrspüler ist dann die bessere Alternative zum Handspülen. Mit den Tipps, die oben genannt wurden, bleibt die Spülmaschine dabei keimfrei und Babyflaschen und Co. werden hygenisch sauber.

Beitragsbild: depositphotos – belchonock

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