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Windeln Test 2021: Trocken und sicher, bitte!

Windeln Test von Familien

Es gibt kaum Produkte, die bei Eltern von Babys und Kleinkindern so regelmäßig im Einkaufswagen landen wie die Pakete mit Windeln. Vor allem Einwegwindeln stehen nach wie vor hoch im Kurs.

Verschiedene Größen und Marken, klassische Windeln oder Pants: In den Regalen der Supermärkte und Drogerien stehen die Packungen dicht an dicht. Doch wo liegen die Unterschiede bei den „mobilen Töpfchen“? Wie sieht es aus mit Qualität und Preis? Und gibt es Hinweise auf mögliche Schadstoffe?

Stiftung Warentest wollte das ganz genau wissen und hat im aktuellsten Windeln Test insgesamt elf verschiedene Einwegwindeln unter die Lupe genommen.

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Windeln Test – In der Praxis und im Labor

Für den umfangreichen Windeln Test konzentrierte sich Stiftung Warentest auf die Windeln der Größe 4, die von den Kindern am häufigsten getragen werden – zumeist zwischen dem ersten und dritten Lebensjahr. Je nach Hersteller werden diese Maxi-Windeln etwa für die Gruppe der 8 bis 14 oder 7 bis 18 Kilogramm schweren Kinder empfohlen.

Unter den Testkandidaten fanden sich Markenprodukte ebenso wie preisgünstige Einwegwindeln aus Drogeriemärkten und Discountern. Produkt- und namensgleich sind dabei nach Herstellerangaben die „Babytime Premium“-Windeln von Penny und Rewe.

Tragekomfort, Auslaufschutz, Handhabung und Hautverträglichkeit: Um diese Parameter bestmöglich bewerten zu können, setzte Stiftung Warentest auf die Zusammenarbeit mit 254 Familien. Jedes Produkt wurde von 104 Kindern mit einem Gewicht zwischen 8 und 14 Kilogramm jeweils eine Woche lang genutzt.

Zusätzlich wurden die Windeln in Laboren auf Schadstoffe untersucht, unter anderem auf den Gehalt an Formaldehyd, Schwermetallen, Pestiziden, Weichmachern, Duftstoffen sowie etlichen mehr.

Klare Sieger: Pampers mit Bestnoten

Das Ergebnis dürfte Eltern zufrieden stimmen: Von elf Windeln im Test erhielten sieben Produkte ein „sehr gut“ oder „gut“. Dreimal vergab Stiftung Warentest die Note „befriedigend“, nur einmal gab’s ein „ausreichend“.

Und noch eine gute Nachricht vorweg: Keines der getesteten Produkte fiel bei der Schadstoffprüfung negativ auf.

Zuletzt aktualisiert am 28. September 2021 um 11:50 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr. / *Affiliate Link, Werbung

Kaum Auslaufen und ein trockener Babypopo: Klare Testsieger mit der Bestnote „sehr gut“ sind die beiden Pampers-Produkte „Premium Protection“ und „Baby-Dry“. Besonders der Saugkern erwies sich hier als sehr effektiv.

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Der Kern gilt als das „Herzstück“ einer jeden Windel und ist mit einem saugfähigen Kunststoff gefüllt, dem Superabsorber. Im Windel Test nahmen die 14 Gramm Saugkern-Füllung der „Premium Protection“-Windel beinahe das 25-Fache ihres Eigengewichtes an Flüssigkeit auf. Ein zusätzliches Plus der „Procter & Gamble“-Windeln sind die sogenannten Saugkanäle, welche die Flüssigkeit gleichmäßig verteilen.

Mit 21 Cent („Baby-Dry“) beziehungsweise 26 Cent je Stück („Premium Protection“) zählen die Spitzenreiter jedoch nicht zu den preiswertesten Windeln im Test.

Windeln im Test: Es geht auch günstig

Familien mit einem kleineren Budget können beim Thema Windeln guten Gewissens auf günstigere Produkte zurückgreifen: Im Test erhielten die Eigenmarken von Edeka, Lidl sowie die Babylove Premium-Windeln von dm als Gesamtnote ein „gut“, im Vergleich zu den Markenprodukten sind sie jedoch deutlich preiswerter.

Ebenfalls gute Bewertungen gab es für die Hipp Windeln im Test sowie für die Lillydoo Windeln, wenngleich sich die Lillydoo-Produkte mit 38 Cent pro Stück als die teuersten im Test erwiesen.

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In puncto Passform gab es bei den meisten Windeln keinerlei Beanstandungen: Bei den Babys mit einem Gewicht bis zu 14 Kilogramm saßen sie prima, die „Premium Protection“ sowie die Hipp Windeln schnitten hier besonders gut ab.

Knapper wurde es indes bei den Produkten von Rewe und Penny sowie den Öko-Windeln von dm, die laut Hersteller auch für Babys bis 18 Kilogramm geeignet sind. Diese drei Windeln bewerteten viele Testfamilien ebenso wie das Elkos-Produkt (bis 16 Kilogramm) als zu eng.

Echt „reizend“: Amazon-Windeln überzeugten nicht

Mit der Bewertung „ausreichend“ bildeten die „Mama Bear“-Windeln von Amazon das Schlusslicht im Test. Sie hielten den Urin nur schlecht zurück, insbesondere in der Nacht, so das Fazit einiger Testfamilien. Bei annähernd 40 Prozent der Babys kam es nach dem Tragen der Windeln zu Hautreizungen.

Mehr „Öko“ bei den Windeln? Ja, bitte!

Windeltest, Größe 4

Nach Gebrauch einfach ausziehen und ab in die Tonne: Einwegwindeln sind praktisch.

Aber sind sie auch unter ökologischen Gesichtspunkten sinnvoll? Nein!

Etwa zehn Millionen dieser Windeln landen Tag für Tag in deutschen Mülleimern. Und auch bei der Produktion erweisen sie sich als wenig ressourcenschonend und umweltfreundlich.

Einige Hersteller achten zunehmend auf die Verwendung von nachhaltig produziertem Zellstoff und verzichten auf Duftstoffe und andere schädliche Substanzen. Dafür dürfen im Test die Öko-Windeln von dm sowie die Elkos-, Hipp- und Lillydoo-Windeln das Umweltsiegel „Blauer Engel“ tragen.

Darüber hinaus werden für die Produktion von Einwegwindeln seit Ende der 1980er Jahre generell deutlich weniger Rohstoffe benötigt als zuvor.

Wer anstelle von Einweg- auf Stoffwindeln setzt, leistet einen Beitrag zum Umweltschutz:

Diese Aussage gilt unter bestimmten Voraussetzungen, denn auch das häufige Waschen schlägt in der Bewertung negativ zu Buche. Wer hier sinnvoll agieren möchte, der sollte beim Windelwaschen eine Temperatur von 60 Grad nicht überschreiten und die Maschine nicht nur mit den Windeln, sondern die Trommel komplett mit Wäsche befüllen. Auch von der anschließenden Nutzung des Wäschetrockners raten Fachleute der Umwelt zuliebe ab.

Babywindeln im Test: Die Ergebnisse im Überblick

Testergebnis: „sehr gut“

Testergebnis: „gut“

Testergebnis: „befriedigend“

  • Babytime Premium Windeln, Größe 4 maxi – Penny
  • Babytime Premium Windeln, Größe 4 maxi – Rewe
  • Babylove Nature Öko-Windeln, Größe 4 maxi – dm

Testergebnis: „ausreichend“

  • Mama Bear Nappies ultra dry, Size 4 – Amazon

Pflege im Windelbereich: Das raten Experten

Warmes Wasser ist für die Reinigung zarter Babyhaut am besten geeignet. Alternativ gehen auch sensitive Feuchttücher ohne Konservierungs- oder Duftstoffe.

Regelmäßiges Windelwechseln schont Babys Haut. Dies gilt speziell vor dem Schlafengehen und nach dem Aufwachen. Ist die Windel nicht gefüllt, reicht am Tag ein Wechsel nach drei bis vier Stunden. Zwischendurch beim Strampeln immer mal auf die Windel verzichten und Luft an die Haut lassen.

Gegen leichte Rötungen helfen Schutz- und Zinksalben. Vorsorgliches Eincremen macht nur bei extrem empfindlicher Haut Sinn.

Treten starke Reizerscheinungen auf, ist ein Besuch beim Kinderarzt empfehlenswert.

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