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Wer ist Testsieger?

Windeln-Test: Öko-Test & Stiftung Warentest anderer Meinung

Zuletzt aktualisiert

28. August 2023

Kategorie

Testberichte

Windeln Test von Familien

Es gibt kaum Produkte, die bei Eltern von Babys und Kleinkindern so regelmäßig im Einkaufswagen landen wie die Pakete mit Windeln. Vor allem Einwegwindeln stehen nach wie vor hoch im Kurs.

Verschiedene Größen und Marken, klassische Windeln oder Pants: In den Regalen der Supermärkte und Drogerien stehen die Packungen dicht an dicht. Doch wo liegen die Unterschiede bei den „mobilen Töpfchen“? Wie sieht es aus mit Qualität und Preis? Und gibt es Hinweise auf mögliche Schadstoffe?

Öko-Test und Stiftung Warentest wollten das ganz genau wissen und haben in ihrem jeweils aktuellen Windeln-Test insgesamt 15 beziehungsweise 11 verschiedene Windeln unter die Lupe genommen. Welche ist die beste Windel?

Windeln-Test v. Öko-Test & Stiftung Warentest – In der Praxis und im Labor

Für den umfangreichen Windeln-Test konzentrierten sich Öko-Test und Stiftung Warentest auf die Windeln der Größe 4, die von den Kindern am häufigsten getragen werden – zumeist zwischen dem ersten und dritten Lebensjahr.

Je nach Hersteller werden diese Maxi-Windeln etwa für die Gruppe der 8 bis 14 oder 7 bis 18 Kilogramm schweren Kinder empfohlen.

Unter den getesteten Windeln fanden sich Markenprodukte ebenso wie preisgünstige Einwegwindeln aus Drogeriemärkten und Discountern. Produkt- und namensgleich sind dabei nach Herstellerangaben die „Babytime Premium“-Windeln von Penny und Rewe.

Windeln-Test 2023 v. Öko-Test: Hipp & Babylove Testsieger

Öko-Test hat für die Septemberausgabe 2023 insgesamt 15 Windeln der Größe 4 in die Labore geschickt. Und kürt prompt andere Testsieger als Stiftung Warentest.

Nicht Serien-Testsieger und Marktführer Pampers eroberte Platz 1. Stattdessen erziehlten nur die Hipp Babysanft Windeln und die Babylove-Windeln von dm ein „sehr gutes“ Gesamtergebnis.

Bemerkenswert: Keine Windel schnitt schlechter als „gut“ ab. Das sah im Test von Stiftung Warentest noch ganz anders aus.

Babywindeln-Test (Öko-Test): Die Ergebnisse im Überblick

Testergebnis: „sehr gut“

Testergebnis: „gut“

Umstrittene Inhaltsstoffe: Windeln von Pampers in der Kritik

Die Pampers Premium Protection schneiden in fast allen Teilbereichen des Tests mit „sehr gut“ ab. Zum Testsieg reicht es dennoch nicht. Öko-Test kritisiert den Einsatz einer erdölbasierten Lotion, die das emfindliche Hautgleichgewicht der Babys stören kann. Alle anderen Anbieter verzichten darauf.

Die Pampers Premium Protection schneiden im Testergebnis Inhaltsstoffe deshalb nur „befriedigend“ ab.

Insgesamt gibt es hinsichtlich der Schadstoffbelastung aber kaum etwas auszusetzen. Lediglich optische Aufheller werden noch kritisiert, da diese schwer abbaubar sind und die Umwelt belasten.

Optische Aufheller wurden in den Windeln von Babylove (dm), Hipp, Pampers, Babytime, Babydream (Rossmann), Naty, Mamia (Aldi), Elkos und Moltex gefunden.

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Öko-Windeln im Test

Die Produkte Blütezeit, Eco by Naty und Moltex sind als Öko-Windeln deklariert.

Öko-Test sieht bei Öko-Windeln, im Vergleich zu anderen Windeln mit konventionellen Rohstoffen, kaum Vorteile für Babys und Umwelt. Der Anteil an natürlichen oder bio-zertifizierten Materialien ist zwar möglicherweise höher und die Wertschöpfungskette nachhaltiger, aber:

Eco by Naty beispielweise wirbt mit dem Slogan „Plastic Sucks“ für den Einsatz von pflazenbasiertem Kunststoff. In den Windeln wird aber auch weiterhin konventionelle Plastik verwendet. Auch die beiden anderen Öko-Anbieter nutzen normale Plastik.

Für die Verpackung setzt einzig Blütezeit ausschließlich auf Papier.

Dennoch ist es der richtige Weg, vermehrt Öko-Materialien zu verwenden und die Entwicklung, weg von herkömmlicher Plastik, vorranzutreiben. Nur so können am Ende gleichwertige Produkte mit besserer Umwelbilanz entwickelt werden.

Im Vergleich zu den Marken Hipp und Pampers sind die Öko-Windeln sogar etwas günstiger, so dass die finanzielle Belastung für umweltbewusste Verbraucher nicht höher ist.

EU Ecolabel und Blauer Engel

Eine sehr gute Orientierung beim Kauf von Windeln bieten zudem die Öko-Siegel EU Ecolabel und Blauer Engel.

Beide Zertifikate stellen hohe Anforderungen an die Schadstofffreiheit und Umweltverträglichkeit der Produkte.

Das EU Ecolabel verlangt den Einsatz von chlorfrei gebleichtem Zellstoff aus nachhaltiger Forstwirtschaft, Bio-Baumwolle und macht vorgaben zu CO2-Emmissionen und Ressourcenverbrauch während der Produktion.

Das gleiche gilt auch für den Blauen Engel. Dazu kommen noch strenge Ausschlussliste an Schadstoffen und gesundheitsschädlichen Substanzen und der Verzicht auf allergisierende Lotionen und Duftstoffe.

Normalerweise untersagen beide Öko-Zertifikate auch die Verwendung von absichtlich verwendeten optischen Aufhellern. Hier nutzen die Hersteller allerdings eine Lücke. Laut Hersteller werden optische Aufheller während des Produktionsprozesses eingesetzt, um die Funktion der Maschinen zu überwachen.

Praxistest: Eltern sehen Hipp & Pampers vorn

Windeln sollen trocken halten. Deshalb prüfte Öko-Test im Praxistest die Aufsauggeschwindigkeit und die Rücknässung der Windeln am Tag und in der Nacht.

Eine glatte 1,0 bekamen die Pampers Premium Protection. Die beiden Testsieger Babylove und Hipp kamen auf eine 1,3.

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Leichte Schwächen leisteten sich die Babydream-Windeln, Bevola, Blütezeit, Naty, Lillydoo und Natuvell. Alle genannten Produkte erreichten in diesen Teilbereichen aber noch eine „gute“ Note.

Außerdem durften 30 Eltern im Alltagstest die Windeln auf Handhabung, Feuchtigkeitsrückhalt, Tragekomfort und Hautfreundlichkeit überprüfen.

Wiederum landeten die Pampers Premium Protection und der Testsieger Hipp ganz vorn.

Kritisiert wurde von den Eltern vor allem der Tragekomfort. Einige Windeln waren zu klein, zu eng, zu kurz oder rutschten im vollen Zustand und hingen durch. Dies betraf die Babytime Premium Windeln, Beauty Baby Premium, Bevola, Blütezeit, Naty und Mamia.

In Sachen Feuchtigkeitsrückhalt konnten die Babytime-Windeln und Moltex nicht vollständig überzeugen.

Und in der Handhabung leisteten sich die Eco by Naty Windeln Schwächen beim Verschlusssystem.


Windeln-Test v. Stiftung Warentest: Pampers klarer Testsieger

Tragekomfort, Auslaufschutz, Handhabung und Hautverträglichkeit: Um diese Parameter bestmöglich bewerten zu können, setzte Stiftung Warentest auf die Zusammenarbeit mit 254 Familien. Jedes Produkt wurde von 104 Kindern mit einem Gewicht zwischen 8 und 14 Kilogramm jeweils eine Woche lang genutzt.

Stiftung Warentest prüfte die Windeln in Laboren zudem auf Schadstoffe, unter anderem auf den Gehalt an Formaldehyd, Schwermetallen, Pestiziden, Weichmachern und Duftstoffen.

Windeln-Test v. Stiftung Warentest: Pampers beste Windel

Das Ergebnis dürfte Eltern zufrieden stimmen: Von elf Windeln im Test erhielten sieben Produkte ein „sehr gut“ oder „gut“. Dreimal vergab Stiftung Warentest die Note „befriedigend“, nur einmal gab’s ein „ausreichend“.

Und noch eine gute Nachricht vorweg: Keines der getesteten Produkte fiel bei der Schadstoffprüfung negativ auf.

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Kaum Auslaufen und ein trockener Babypopo: Klare Testsieger mit der Bestnote „sehr gut“ sind die beiden Pampers-Produkte „Premium Protection“ und „Baby-Dry“. Besonders der Saugkern erwies sich hier als sehr effektiv.

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Der Kern gilt als das „Herzstück“ einer jeden Windel und ist mit einem saugfähigen Kunststoff gefüllt, dem Superabsorber. Im Windel Test nahmen die 14 Gramm Saugkern-Füllung der „Premium Protection“-Windel beinahe das 25-Fache ihres Eigengewichtes an Flüssigkeit auf. Ein zusätzliches Plus der „Procter & Gamble“-Windeln sind die sogenannten Saugkanäle, welche die Flüssigkeit gleichmäßig verteilen.

Mit 21 Cent („Baby-Dry“) beziehungsweise 26 Cent je Stück („Premium Protection“) zählen die Spitzenreiter jedoch nicht zu den preiswertesten Windeln im Test.

Windeln im Test: Es geht auch günstig

Familien mit einem kleineren Budget können beim Thema Windeln guten Gewissens auf günstigere Produkte zurückgreifen: Im Test erhielten die Eigenmarken von Edeka, Lidl sowie die Babylove Premium-Windeln von dm als Gesamtnote ein „gut“, im Vergleich zu den Markenprodukten sind sie jedoch deutlich preiswerter.

Ebenfalls gute Bewertungen gab es für die Hipp Windeln im Test sowie für die Lillydoo Windeln, wenngleich sich die Lillydoo-Produkte mit 38 Cent pro Stück als die teuersten im Test erwiesen.

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In puncto Passform gab es bei den meisten Windeln keinerlei Beanstandungen: Bei den Babys mit einem Gewicht bis zu 14 Kilogramm saßen sie prima, die „Premium Protection“ sowie die Hipp Windeln schnitten hier besonders gut ab.

Knapper wurde es indes bei den Produkten von Rewe und Penny sowie den Öko-Windeln von dm, die laut Hersteller auch für Babys bis 18 Kilogramm geeignet sind. Diese drei Windeln bewerteten viele Testfamilien ebenso wie das Elkos-Produkt (bis 16 Kilogramm) als zu eng.

Echt „reizend“: Amazon-Windeln überzeugten nicht

Mit der Bewertung „ausreichend“ bildeten die Mama Bear Windeln von Amazon das Schlusslicht im Test. Sie hielten den Urin nur schlecht zurück, insbesondere in der Nacht, so das Fazit einiger Testfamilien. Bei annähernd 40 Prozent der Babys kam es nach dem Tragen der Windeln zu Hautreizungen.

Mehr „Öko“ bei den Windeln? Ja, bitte!

Windeltest, Größe 4

Nach Gebrauch einfach ausziehen und ab in die Tonne: Einwegwindeln sind praktisch.

Aber sind sie auch unter ökologischen Gesichtspunkten sinnvoll? Nein!

Etwa zehn Millionen dieser Windeln landen Tag für Tag in deutschen Mülleimern. Und auch bei der Produktion erweisen sie sich als wenig ressourcenschonend und umweltfreundlich.

Einige Hersteller achten zunehmend auf die Verwendung von nachhaltig produziertem Zellstoff und verzichten auf Duftstoffe und andere schädliche Substanzen. Dafür dürfen im Test die Öko-Windeln von dm sowie die Elkos-, Hipp- und Lillydoo-Windeln das Umweltsiegel „Blauer Engel“ tragen.

Darüber hinaus werden für die Produktion von Einwegwindeln seit Ende der 1980er Jahre generell deutlich weniger Rohstoffe benötigt als zuvor.

Wer anstelle von Einweg- auf Stoffwindeln setzt, leistet einen Beitrag zum Umweltschutz:

Diese Aussage gilt unter bestimmten Voraussetzungen, denn auch das häufige Waschen schlägt in der Bewertung negativ zu Buche. Wer hier sinnvoll agieren möchte, der sollte beim Windelwaschen eine Temperatur von 60 Grad nicht überschreiten und die Maschine nicht nur mit den Windeln, sondern die Trommel komplett mit Wäsche befüllen. Auch von der anschließenden Nutzung des Wäschetrockners raten Fachleute der Umwelt zuliebe ab.

Babywindeln im Test: Die besten Windeln im Vergleich

Testergebnis: „sehr gut“

Testergebnis: „gut“

Testergebnis: „befriedigend“

  • Babytime Premium Windeln, Größe 4 maxi – Penny
  • Babytime Premium Windeln, Größe 4 maxi – Rewe
  • Babylove Nature Öko-Windeln, Größe 4 maxi – dm

Testergebnis: „ausreichend“

  • Mama Bear Nappies ultra dry, Size 4 – Amazon

Pflege im Windelbereich: Das raten Experten

Warmes Wasser ist für die Reinigung zarter Babyhaut am besten geeignet. Alternativ gehen auch sensitive Feuchttücher ohne Konservierungs- oder Duftstoffe.

Regelmäßiges Windelwechseln schont Babys Haut. Dies gilt speziell vor dem Schlafengehen und nach dem Aufwachen. Ist die Windel nicht gefüllt, reicht am Tag ein Wechsel nach drei bis vier Stunden. Zwischendurch beim Strampeln immer mal auf die Windel verzichten und Luft an die Haut lassen.

Gegen leichte Rötungen helfen Schutz- und Zinksalben. Vorsorgliches Eincremen macht nur bei extrem empfindlicher Haut Sinn.

Treten starke Reizerscheinungen auf, ist ein Besuch beim Kinderarzt empfehlenswert.

Weiterführende Informationen zum Thema Babywindeln

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