Skip to main content

ElternKindTipps.de » Baby » Neurodermitis bei Babys und Kindern

Das hilft gegen den Juckreiz!

Neurodermitis bei Babys und Kindern

Zuletzt aktualisiert

14. August 2023

Kategorie

Baby

Baby mit Neurodermitis

Die Geburt des eigenen Kindes ist für viele Paare das Schönste, was sie sich vorstellen können. Umso schwerer ist es, wenn das Familienleben schon in frühen Jahren durch eine Erkrankung belastet wird.

Grundsätzlich handelt es sich bei der Erkrankung um einen Hautausschlag, der weder gefährlich noch ansteckend ist. Doch der quälende Juckreiz macht Spielen, Schlafen und Essen für Säuglinge und Kleinkinder zu einer wahren Tortur.

In diesem Artikel erfährst du alles Wichtige zum Thema „Neurodermitis bei Babys und Kindern“. Darüber hinaus bekommst du viele wertvolle Tipps und Tricks, wie du deinem Kind helfen kannst, damit die Neurodermitis-Schübe schon bald der Vergangenheit angehören.

Neurodermitis bei Babys & Kindern – Wenn der Juckreiz zur Qual wird

Neurodermitis ist eine nicht ansteckende Erkrankung, die bereits im Säuglings- und Kindesalter auftritt. Das typische Kennzeichen sind die großflächigen Ausschläge, welche mit starkem Juckreiz einhergehen. Diese beeinträchtigen das Leben sehr stark.

Doch mit einer guten Hautpflege, dem Vermeiden von auslösenden Faktoren und gegebenenfalls auch medikamentöser Behandlung lässt sich die Chronifizierung in vielen Fällen umgehen.

Oftmals verschwindet die Neurodermitis bei Babys und Kindern sogar nach einiger Zeit.

Werden die Kleinen dann noch permanent vom Kratzen abgehalten, schlägt das schnell aufs Gemüt – extreme Schreiphasen gehören häufig zur Tagesordnung.

Der Gedanke, dass sich die Krankheit womöglich chronifiziert und dann ein Leben lang das Kind belastet, ist für die Eltern mindestens ebenso quälend wie für die Kleinen.

Was ist Neurodermitis?

Warum bekommen Babys und Kleinkinder Neurodermitis?

Ursachen

Infolgedessen wird die Reifung der Keratinozyten gestört, sodass diese zu wenig Eiweiße bilden. Das wiederum führt zu einem gestörten Hydrolipidfilm, weil weniger Wasser gebunden werden kann.

Schubweise treten dann die Symptome der Neurodermitis zutage. Während Eltern bei Babys und Kleinkindern die ersten Anzeichen relativ sicher erkennen, sind sie bei Jugendlichen oder Erwachsenen schwieriger auszumachen.

Risikofaktoren

Es gibt keine eindeutigen Faktoren, welche eine Neurodermitis bei Babys und Kindern entstehen lässt. Vielmehr handelt es sich um ein Zusammenspiel mehrerer Umstände, welche die Ausbildung der atopischen Dermatitis begünstigen.

Mythen-Check:

  • Das atopische Ekzem ist nicht ansteckend, weder durch Körperkontakt noch durch Austausch von Körperflüssigkeiten.
  • Die Ernährung der Mutter während der Schwangerschaft hat keinen Einfluss darauf, ob Neugeborene unter Neurodermitis leiden oder nicht
  • Das atopische Ekzem tritt nicht als Folge mangelnder Hygiene auf – vielmehr ist es das Resultat verschiedener Faktoren, welche die Entstehung begünstigen.
  • Stress ist keine Ursache für Neurodermitis, kann aber den Verlauf verschlimmern, da die vermehrte Ausschüttung von Kortisol zu einem eingeschränkten Immunsystem führt.
  • Das atopische Ekzem zählt zu den Hautkrankheiten und ist keine Nervenkrankheit, wie der Begriff „Neurodermitis“ fälschlicherweise vermuten lässt.
  • Neurodermitis geht aber auch unter die Haut – so leiden die Betroffenen nicht nur körperlich, sondern oft ebenso unter > Schlafstörungen, > Konzentrationsproblemen, > Selbstwertminderung und > depressiven Verstimmungen.
  • Neurodermitis ist nicht heilbar, doch in vielen Fällen treten keine Schübe mehr auf, wenn eine phasengerechte und abgestimmte Therapie frühzeitig begonnen wird.

Wie sieht Neurodermitis bei Säuglingen und Kleinkindern aus?

Dabei können die ersten Symptome der Neurodermitis bei Säuglingen bereits zwischen dem 3. und 6. Lebensmonat auftreten. Es kommt aber durchaus vor, dass Kinder auch erst im Kleinkindalter erkranken. Eine Manifestation nach dem 5. Lebensjahr ist jedoch extrem selten.

Laut Statistik leiden aber weniger als 20 % aller betroffenen Kinder 5 Jahre nach der Erstmanifestation noch unter den Symptomen. Im Erwachsenenalter betrifft das atopische Ekzem nur noch etwa 1 bis 3 % aller Menschen.

Leitsymptome

Welchen Verlauf kann Neurodermitis bei Kindern nehmen?

  • Vor allem die Bakterienart Staphylococcus aureus kann eine Infektion auf der zerkratzten Haut hervorrufen.
  • Und auch Herpes-Viren haben bei Neurodermitis ein leichtes Spiel. Die Erreger breiten sich über die Hornschicht im Körper aus und führen dann auch zu systemischen Beschwerden wie Fieber und Abgeschlagenheit.
  • Wenn also Bakterien, Viren oder Pilze die ohnehin entzündete Haut von Neurodermitikern besiedeln, so sind die Schübe länger und die Symptome schwerer.

Wie wird Neurodermitis bei Babys behandelt?

Risikofaktoren minimieren

Ob ein Baby an Neurodermitis erkrankt oder nicht, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

  • Dank diverser Studien konnte belegt werden, dass weder die frühe Gewöhnung der Säuglinge an Allergene wie Milch oder Eier, noch die Verwendung bestimmter hypoallergener Hautpflegeprodukte für Neugeborene das Risiko für die Kinder senken, an Neurodermitis zu erkranken.
  • Auch bestimmte Ernährungsformen während der Schwangerschaft oder Stillzeit sowie die Gabe von Nahrungsergänzungsmitteln im ersten Lebensjahr, stehen nicht im Zusammenhang mit dem Ausbruch einer atopischen Dermatitis.
  • Forscher konnten einzig ein geringeres Risiko bei Säuglingen feststellen, die länger als 3 Monate gestillt wurden. Ebenso belegen Studien eine niedrigere Inzidenz bei Säuglingen mit hohem Risiko, wenn diese in ihrem ersten Lebensjahr zusätzlich Probiotika erhalten.

Auslöser reduzieren

Deshalb sollten auch diese Faktoren so gut wie möglich reduziert werden.

Die Basistherapie

Sie soll einerseits einen natürlichen Hydrolipidfilm wieder herstellen, damit Feuchtigkeit besser in der Hornschicht gebunden bleibt, und andererseits den Juckreiz lindern, um Infektionen durch Kratzen zu minimieren.

Zuletzt aktualisiert am 19. April 2024 um 7:17 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr. / *Affiliate Link, Werbung

Hausmittel: DIY-Tipp für Eltern:

  • Bei regelmäßiger Anwendung einer Stockrosen-Stiefmütterchen-Salbe können nicht nur die Symptome im Akutfall deutlich reduzierter sein.
  • Die Haut kann sich möglicherweise nach einem Schub auch wieder schneller regenerieren. Zudem bleibt die Hornschicht im Allgemeinen elastischer und weicher.
  • Die Salbe ist relativ fest, damit sie auch auf nässenden Hautarealen gut haftet und ihre Wirkung entfalten kann. Sie eignet sich vor allem für die Pflege im Herbst und Winter.

Was hilft im akuten Schub?

Der akute Neurodermitis-Schub ist eine echte Zerreißprobe – für die ganze Familie.

Gute Tipps sind dann Gold wert:

Medikamente bei Neurodermitis?

Fazit

  •  Neurodermitis ist eine nicht-ansteckende, chronische Hauterkrankung, die in Schüben verläuft.
  • In der Akutphase sind bestimmte Hautareale gerötet und jucken stark.
  • Ist die Entzündung abgeklungen, bleibt eine sehr trockene und schuppige Haut zurück.
  • Wird die Neurodermitis früh erkannt und richtig behandelt, verschwindet sie in vielen Fällen wieder. Dennoch schlummert das Risiko eines erneuten Ausbruches im Körper.
  • Aus diesem Grund müssen alle Menschen mit Neurodermitis ein Leben lang ihre Haut pflegen und reizende Stoffe sowie Allergene vermeiden.

[*Affiliate Links: Kaufst du über einen dieser Links, werden wir mit einer kleinen Provision beteiligt. Für Dich entstehen dabei keine Mehrkosten & du unterstützt zugleich unsere Arbeit. Herzlichen Dank. ]
interessante Artikel auf ElternKindTipps:
  • kindergesundheit-info, abgerufen am 14.08.2023
  • Allergie Informationsdienst: Neurodermitis - Symptome und Therapien, abgerufen am 14.08.2023
  • Thomas Baumann, Atlas der Entwicklungsgeschichte: Vorsorgeuntersuchung von U1 bis U10/J1
  • Ulrike Blume-Peytavi, Helga Albrecht-Nebe, Kathrin Hillmann; Atlas der Pädiatrischen Dermatologie; John Wiley and Sons, 2018atrischen Dermatologie
  • Christian Speer, Manfred Gahr, Pädiatrie, Springer Medizin Verlag Heidelberg, 2005
  • Schönau et al., Pädiatrie integrativ, Konventionelle und komplementäre Therapie, Urban & Fischer, München 2005
  • Peter H. Höger, Kinderdermatologie: Differenzialdiagnostik und Therapie bei Kindern und Jugendlichen (mit 272 Tabellen), Schattauer Verlag, München 2007
  • Ergebnisse von Routinedaten-Analysen der Techniker Krankenkasse aus den Jahren 2016 bis 2019: Neurodermitisreport. Prävention, Versorgung und Innovation, abgerufen am 14.08.2023

Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder Meinung zum Artikel?

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht