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Es juckt!

Mückenstiche bei Babys & Kleinkindern: Vorbeugen, Hausmittel, ab wann zum Arzt?

Zuletzt aktualisiert

5. Juli 2023

Kategorie

Baby

mueckenstiche-baby

Die warme Jahreszeit ist für viele Eltern sicher ein Grund zur Freude, doch sie bringt unweigerlich auch einige Quälgeister mit sich: Stechmücken.

Zeigen sich beim Baby oder gar Neugeborenen am Morgen ein oder sogar mehrere Stiche, kann dich das als Elternteil vielleicht zuerst erschrecken. Meist besteht aber kein Grund zur Sorge.

Erfahre in diesem Artikel, wie du verschiedene Insektenstiche voneinander unterscheiden kannst, wie du einen Stich behandelst und welche vorbeugenden Maßnahmen es gibt.

Ist das ein Mückenstich – oder doch etwas anderes?

Mücken sind in unseren Breiten die häufigsten Verursacher von Insektenstichen. Wenn du einen Stich bei deinem Kind findest, ist die Wahrscheinlichkeit also recht hoch, dass es sich um einen Mückenstich handelt.

Neben Insekten gibt es aber auch noch andere Plagegeister, die für Stiche in der Sommerzeit verantwortlich sein können, wie etwa Zecken oder Flöhe.

Findest du bei deinem Kind Gruppierungen von Stichen, die eng beieinander liegen, solltest du an andere Verursacher wie etwa Flöhe oder Grasmilben denken.

Was tun bei einem Mückenstich?

Ein Mückenstich geht bei deinem Kind genau wie bei uns Erwachsenen mit Juckreiz, Brennen und Schwellung einher. Einige Hausmittel können helfen, die Symptome zu lindern.

Das ist natürlich leichter gesagt als getan. Aber durch das Kratzen vergrößert sich zum einen der Juckreiz.

Und zum anderen wird die Entstehung einer lokalen Entzündung begünstigt.

Achte in jedem Fall darauf, dass dein Kind saubere Hände hat, solange es vom Juckreiz geplagt wird. Denn wenn es mit dreckigen Fingern kratzt, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass Bakterien oder Erreger in die Einstichstelle gelangen.

Können Mückenstiche für Babys gefährlich werden?

Anders als gegen Bienen- oder Wespenstiche gibt es bei Mücken so gut wie keine dokumentierten allergischen Reaktionen, die zu einem lebensgefährlichen Zustand führen.

Eine systemische Reaktion, für die man wie bei einer Bienen- beziehungsweise Wespenallergie ein Notfallmedikament mit sich führen muss, ist für Mücken bisher nicht beschrieben.

Bei Babys kommt es generell seltener zu allergischen Reaktionen, weil die körpereigene Histamin-Ausschüttung geringer ist. Da Kinder unter einem Jahr nur selten gezielt kratzen, fällt auch die Hautreaktion meist geringer aus.

Aber wie sieht es mit Krankheiten aus, die die Mücke eventuell übertragen hat?

Das ist gar nicht so leicht zu beantworten, da es viele verschiedene Mückenarten gibt. Und nicht jede Mückenart kann alle Arten von Viren oder Erregern aufnehmen und weitergeben.

  • Es ist bekannt, dass es auch in Deutschland Mückenarten gibt, die Viren oder kleine Wurmarten (sogenannte Nematoden) übertragen können. Passiert dies, kann sich nach dem Mückenstich ein grippaler Infekt entwickeln, wie etwa eine Sommergrippe.
  • Seit einiger Zeit finden sich in Deutschland auch tropische Mückenarten, wie zum Beispiel die asiatische Tigermücke. Diese könnten theoretisch gefährlichere Krankheiten wie das Denguefieber übertragen.
  • Dazu müsste die Mücke aber vorher einen infizierten Menschen gestochen haben, was in Deutschland so gut wie ausgeschlossen ist.

Wann sollte mein Kind mit einem Mückenstich zum Arzt?

Wenn dein Kind lokal sehr stark auf Mückenstiche reagiert, also eine großflächige Rötung und Schwellung zeigt, kann ein Besuch beim Kinderarzt dennoch sinnvoll sein.

  • Eventuell können Medikamente wie zum Beispiel Fenistil* oder auch kortisonhaltige Mittel den Juckreiz und die Belastung lindern.
  • Wenn sich das Kind den Mückenstich aufkratzt, können Bakterien in die Wunde gelangen, die eine Entzündung hervorrufen. Auch in diesem Fall kannst du deinen Kinderarzt hinzuziehen.
  • Solche Entzündungen sind aber eher selten, selbst wenn dein Kind sich den Stich blutig gekratzt hat.
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Und schließlich solltest du immer dann an einen Arztbesuch denken, wenn dein Kind nach einem Mückenstich eine Reaktion an anderen Körperstellen zeigt.

Mückenstiche bei Kindern vorbeugen

Gerade wenn dein Kind vielleicht mit etwas stärkeren Schwellungen oder Rötungen auf Mückenstiche reagiert, möchtest du vielleicht dafür sorgen, dass es gar nicht erst zu einem Stich kommt.

Und auch, um Babys und Kleinkinder vor dem lästigen Juckreiz zu bewahren, entsteht vielleicht der Wunsch, Stichen effektiv vorzubeugen.

Prinzip 1: Körpergeruch überdecken

Um zu verstehen, warum bestimmte Mittel vor Stichen schützen, schauen wir uns zuerst an, wie die Mücke ihre Beute findet:

Deshalb zielen die meisten Insektenschutzmittel für die Haut darauf ab, den Körpergeruch zu überdecken.

Angeboten werden zum Beispiel Mittel mit ätherischen Ölen.

Auch andere Mückenschutzsprays oder –cremes sind für kleine Kinder meist nicht zu empfehlen.

  • Vor allem den Inhaltsstoff DEET (Diethyltoluamid) ist umstritten.
  • Kinderärzte empfehlen, diesen Stoff erst bei Kindern ab 8 Jahren einzusetzen.
  • In Deutschland ist DEET in einer Konzentration von 50 % ab frühestens zwei Jahren zugelassen.

Prinzip 2: Die Mückenbarriere

Da Mücken aber natürlich vor allem nachts auf Beutesuche gehen, ist es eine sinnvolle Idee, die Schlafräume mückenfrei zu halten:

  • Fliegengitter* in den Fenstern sind eine gute Investition, wenn sich in deine Wohnräumen oft Mücken verirren.
  • Kostengünstiger und ebenso effektiv ist ein Moskitonetz*, das du über dem Bett deines Kindes befestigen kannst. Schließt du das Netz lückenfrei um das Bettchen, hat die Mücke keine Chance, zum Kind zu gelangen.

Andere vorbeugende Maßnahmen

Da viele Menschen genervt von den kleinen Blutsaugern sind, hat auch die Industrie diesen Markt erkannt und bietet noch andere Alternativen an:

Fazit

Mückenstiche bei Babys und Kleinkindern sind zwar lästig, aber zum Glück in unseren Breiten meist harmlos.

  • Am besten hilft sofortiges Kühlen und der Einsatz von Zwiebelsaft.
  • Achte außerdem darauf, dass dein Kind so wenig wie möglich kratzt.
  • Auf Mückensprays, –cremes und andere Mittel solltest du bei Kindern verzichten.
  • Besser zur Vorbeugung geeignet sind Barrieremethoden, wie Fliegengitter* in den Fenstern oder ein Moskitonetz*um das Kinderbett.
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