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Babybrei & Babygläschen Test: Die besten mit Fleisch & Gemüse

Babygläschen im Test

Babys erster Brei: Viele Eltern können diesen Moment kaum erwarten. Meist um den sechsten Lebensmonat herum sind Babys soweit entwickelt, dass nun nach und nach mehr auf ihrer Speisekarte steht als ausschließlich Milch. Doch nicht alle Mütter und Väter haben Zeit und Lust, die Mahlzeiten für ihren Nachwuchs selbst zuzubereiten.

Da sind die Babygläschen aus dem Supermarkt eine willkommene Alternative. Doch wie gesund ist der fertige Babybrei wirklich fürs Baby? Enthalten sie ausreichend Nährstoffe? Und wie sie es mit problematischen Substanzen aus?

Stiftung Warentest und Öko-Test haben ganz genau hingeschaut und einen ausführlichen Babygläschen Test durchgeführt.

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Babygläschen Test v. Öko-Test (2021): Nur 2 Gemüsebreie empfehlenswert

In der März-Ausgabe 2021 untersuchte Öko-Test erneut Babygläschen. Diesmal lag der Schwerpunkt ausschließlich auf der vegetarischen Variante, dem Gemüsebrei.

Im Babybrei Test wurden insgesamt 20 Gemüsebreie, davon 19 in Bio-Qualität, auf Keime, Pestizide, Schwermetalle und Furan untersucht. Außerdem wurden die Nitrat-Gehalte bestimmt.

Über die Deklaration kontrollierte Öko-Test zudem die verwendete Menge der unterschiedlichen Gemüsesorten.

Babybrei Test: Problem mit Furan, Nitrat & Cadmium

Öko-Test vertritt beim Babygläschen Test ganz klar den Grundsatz: Je weniger die Gemüsebreie mit problematischen Stoffen belastet sind, umso besser.

Das Öko-Test dies so betont liegt daran, dass die gefundenen kritischen Stoffe in Mengen vorkommen, die teils deutlich unter den bestehenden Grenzwerten liegen.

Dieses Vorgehen ist aus unserer Sicht absolut richtig. Babybreie sind nicht die einzigen Schadstoffquellen für Kinder. Hinzu kommen bspw. Umweltgifte oder Problemstoffe in Spielzeugen, die den kleinen Organismus ebenfalls belasten können.

Daher sollte man als Eltern versuchen, die Summe der Belastungen so gering wie möglich zu halten.

Ein Stoff, der in allen fertigen Babygläschen gefunden wurde, ist Furan. Furan entsteht beim Erwärmen von Lebensmitteln in geschlossenen Behältern. Bisher können, so dass BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung), langfristige Schäden durch Furan nicht ausgeschlossen werden. Aufgrund der geringen Datenlage gibt es aber noch keine behördlich festgesetzten Grenzwerte.

Die Nitratwerte aller Gemüsebreie im Test lagen unter den strengen gesetzlichen Grenzwerten. Dennoch kritisierte Öko-Test 3 Babygläschen aufgrund erhöhter Nitratgehalte. Dabei handelt es sich um den DM Bio Karotte-Fenchel Brei, sowie den Babydream Rahmspinat (Rossmann) und den Holle Babybrei mit Kartoffeln, Kürbis und Zucchini.

Der Babydream Rahmspinat von Rossmann war außerdem mit Cadmium belastet. Nicht akut giftig oder hochgefährlich, so Öko-Test. Aber bei regelmäßigem Verzehr seien die Belastungen erheblich und würden nah an die offiziellen Grenzwerte heranreichen.

Übersicht gefundener Schadstoffe

  • Furan: in Tierversuchen verursachte eine langfristige Aufnahme Leberschäden; in hohen Dosen krebserregend
  • Nitrat: Nitrat kann im Körper zu Nitrit umgewandelt werden, aus dem wiederum krebserregende Nitrosamine gebildet werden können
  • Cadmium: giftiges Schwermetall – kann auf Dauer Nieren schädigen

Gemüsebreie von Alnatura als einzige mit „gut“ bewertet

Nur zwei Gemüsebreie schnitten im Test „gut“ ab. Der Gemüseanteil in beiden Alnatura Gläschen bewertete Öko-Test als „in Ordnung“ und dass Testergebnis auf Inhaltsstoffe war „gut“. Kritisiert wurden dagegen der leicht erhöhte Furangehalt sowie PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen im Deckel.

Alle anderen Gemüsebreie im Test leisteten sich in einem oder mehreren Teilbereichen Schwächen, so dass kein „gutes“ Ergebnis mehr möglich war. In einigen war der Gemüseanteil zu gering, bei den meisten Furan erhöht. Dazu kommen Belastungen mit Nitrit oder Cadmium.

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Bei den Babygläschen von Hipp und Bebivita sah Öko-Test zudem einen Deklarationsmangel. Auf den Gläschen wird der Zusatz von Alpha-Linolensäure (ALA) als Omega-3-Quelle extra hervorgehoben. Diese Omega-3- Fettsäure wird im Körper zur Omega-3-Fettsäure Docosahexaensäure (DHA) umgewandelt. DHA ist wichtig für die Entwicklung von Nerven- und Gehirnzellen.

Das Problem an der Sache: die einzige Quelle für ALA in den Gemüsebreien von Hipp und Bebivita ist Rapsöl. Laut Expertenaussage ist die Umwandlung von ALA in DHA allerdings so minimal, dass Rapsöl nichts zur DHA-Versorgung beiträgt.

Eltern könnten sich also in falscher Sicherheit wiegen, so Öko-Test, wenn sie diese Babygläschen als Omega-3-Quelle in die Ernährung der Kleinen einrechnen.

Babygläschen Test: Die Ergebnisse im Überblick

Testergebnis „gut“

Testergebnis „befriedigend“

  • Alete Buntes Buttergemüse
  • Alnatura Brokkoli mit Kartoffeln, Demeter
  • Babydream Gemüse-Allerlei / Rossmann
  • Babydream Kürbis mit Kartoffeln / Rossmann
  • Babylove Frühkarotten mit Kartoffeln / DM
  • Dm Bio Gemüse mit Süßkartoffeln, Demeter
  • Beauty Baby Feines Buttergemüse / Müller
  • Edeka Bio Gemüse mit Süßkartoffeln, Demeter
  • Edeka Bio Karotten mit Kartoffeln, Demeter

Testergebnis „ausreichend“

  • Dm Bio Karotte-Fenchel mit Kartoffeln, Demeter
  • Hipp Gemüse-Risotto
  • Hipp Kürbis mit Kartoffeln
  • Hipp Pastinaken mit Kartoffeln
  • Holle Kürbis mit Reis, Demeter
  • Lebenswert Bio Brokkoli mit Kartoffeln / Holle
  • Bebivita Feines Gemüse-Allerlei

Testergebnis „ungenügend“

  • Babydream Rahm-Spinat in Kartoffelgemüse /Rossmann
  • Holle Kartoffeln, Kürbis & Zucchini, Demeter

Fertige Babynahrung: Tipps von Öko-Test

Am besten die „gut“ bewerteten Gemüsebreie kaufen. Sie enthalten wenig Furan. Damit das Furan verflüchtig, sollten die Babygläschen mit offenem Deckel erwärmt und mehrmals umgerührt werden.

Gemüsebrei nicht längere Zeit warmhalten und nicht wieder aufwärmen, da sich so Keime und Nitrit stärker bilden können.

Als Eisen- und Zinkquelle sollte, neben Gemüse, auch Fleisch auf dem Speiseplan stehen.

Für eine ausreichende Omega-3-Versorgung, sollte zweimal wöchentlich Fisch gefüttert werden. Wollen Eltern keinen Fisch geben, könne auch auf Nahrungsergänzungsmittel auf Algenbasis zurückgegriffen werden.

Die kompletten Ergebnisse zum Babygläschen Test und den gesamten Artikel könnt ihr Heft 3/2021 oder auf der Homepage von Öko-Test nachlesen.


Babygläschen Test v. Stiftung Warentest (2021): Bio, mit Fleisch und vegetarisch

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Unter den 20 getesteten Babymenüs fanden sich 17 Bio-Produkte; fünf Gläschen enthielten vegetarische Babynahrung. In den beauftragten Laboren ließ Stiftung Warentest die Gläschen insbesondere auf ihre ernährungsphysiologische Qualität hin untersuchen, das heißt, auf den Gehalt an Nähr- und Mineralstoffen, Vitamin C sowie Fettsäuren.

Wie sieht es mit Schadstoffen und Keimen aus? Auch das wollte Stiftung Warentest wissen. Die Nutzerfreundlichkeit der Verpackungen und die Deklaration waren weitere Bewertungskriterien. Enthielten Produkte Mais, Soja und Reis, prüften die Labore nicht zuletzt, ob sich Hinweise auf gentechnisch veränderte Bestandteile finden ließen.

Babybrei Test: Hipp, Alnatura, Bebivita & dm sind „gut“

Insgesamt sieben Babygläschen im Test sind aus Sicht von Stiftung Warentest empfehlenswert: Sie alle erhielten die Gesamtnote „gut“. Dazu zählt ein Hipp Gläschen sowie jeweils zwei Breie von Alnatura, dm und Bebivita; drei der genannten Produkte sind vegetarisch.

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Den Spitzenplatz teilen sich die vegetarische Couscous-Gemüse-Pfanne (Hipp) sowie das Bio-Menü von dm mit Hühnchen, Fenchel und Pastinake.

Generell positiv bewertet Stiftung Warentest die abwechslungsreiche Zutatenliste der getesteten Babybreie. Neben Klassikern wie Kartoffeln und Möhren finden sich beispielsweise auch Kürbis, Pastinaken, Fenchel, Linsen und Couscous.

Wichtiger Mineralstoff: Beim Eisen noch Nachholbedarf

Die übrigen 13 Babybreie wurden mit einem „befriedigend“ ausgezeichnet. Gründe für die Abzüge sieht Stiftung Warentest insbesondere in puncto Nährstoffe. Speziell mit Blick auf den Eisengehalt könnten die Hersteller noch nachlegen, so heißt es. Denn gerade dieser Mineralstoff ist für Babys Entwicklung besonders wichtig.

Eine gute Möglichkeit, um den Eisen-Bedarf zu decken, ist der Zusatz von Fleisch in der Nahrung – möglichst fünfmal in der Woche, so die Empfehlung von Ernährungsexperten. Denn Eisen tierischen Ursprungs könne vom Körper besonders gut verwertet werden.

Allerdings liege der Fleischgehalt bei vielen Babygläschen gerade einmal bei etwa acht Prozent. Zu wenig, kritisiert Stiftung Warentest. Eltern, die auf Nummer sicher gehen wollen, können den Menüs – falls sie die Nahrung nicht ohnehin selbst zubereiten – einige Löffelchen Fleischbrei hinzufügen. Auch der ist bei Bedarf bereits fertig im Gläschen erhältlich.

Die drei Bebivita-Produkte im Test enthalten zwar viel Eisen. Da der Mineralstoff in diesen Fällen allerdings extra hinzugefügt worden sei, könne er von Babys Organismus schlechter aufgenommen werden.

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Pluspunkte in Sachen Eisen sammeln die vegetarischen Breie von Hipp und Alnatura. Sie enthalten die beiden pflanzlichen Eisenlieferanten Linsen und Amaranth.

Furan-Gehalt: Babygläschen besser mit offenem Deckel erhitzen!

Problematisch bei der Herstellung von Babygläschen ist der Stoff Furan. Diese Substanz entsteht beim Erhitzen der Nahrung und kann durch den geschlossenen Deckel nicht entweichen.

Alle Gläschen im Test enthielten Spuren von Furan, das sich in Tierversuchen als krebserregend erwiesen hat. Mögliche Auswirkungen auf die Gesundheit der Babys können nach Auskunft des Bundesinstitutes für Risikobewertung anhand der verfügbaren Datenlage nicht zuverlässig beurteilt werden.

Eltern haben jedoch die Möglichkeit, den Furan-Gehalt in der Nahrung zu reduzieren, indem sie die fertigen Gläschen mit offenem Deckel erhitzen.

Alle Babygläschen im Test enthielten aufgrund ihres Gemüseanteils zudem Nitrat. Zumeist erwies sich der Schadstoffgehalt in den Laboren als gering. Einzige Ausnahme: Der Kürbis-Kartoffel-Huhn-Brei von Alnatura. Er schöpfte die zulässige Gesamtmenge an Nitrat zu mehr als der Hälfte aus.

Blick aufs Kleingedruckte: Bei der Deklaration genau hinschauen

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© depositphotos.com / oksun70

Nicht zufrieden war Stiftung Warentest mit der Deklaration einiger Babygläschen.

Der Grund: Experten empfehlen, mit der Beikost frühestens ab dem fünften Monat zu beginnen, besser erst mit einem halben Jahr. Bei einigen Gläschen sei die Beschriftung jedoch etwas irreführend. Das Wort „nach“ im Hinweis „nach dem vierten Monat“ sei hier kleiner gedruckt und könne leicht überlesen werden. So entstehe der Eindruck, der Brei könne bereits mit vier Monaten gefüttert werden – zu früh für viele Babys.

Übersicht gefundener Schadstoffe

  • Furan (in Spuren): Stoff, der unter anderem bei der Sterilisierung von Nahrungsmitteln entsteht; in Tierversuchen krebserregend
  • Nitrat: Stickstoffverbindung; kann in zu großer Menge bei Babys die Sauerstoffversorgung des Blutes negativ beeinflussen

Babybrei Test: Die Ergebnisse im Überblick

Testergebnis: „gut“

Testergebnis: „befriedigend“

  • Babylove Karotten mit Süßkartoffeln & Rind – dm (Note: 2,6)
  • Beauty Baby Tomaten Gemüse Pasta – Müller (Note: 2,6)
  • Bio-Schinkennudeln mit Tomaten & Karotten – Hipp (Note: 2,7)
  • Buttergemüse mit Kartoffeln und Hühnchen – Alete (Note: 2,9)
  • Bio Buttergemüse mit Hühnchen – Milasan (Note: 2,9)
  • Gemüse und Hühnchen mit Reis – Bebivita (Note: 3,0)
  • Karotten, Kartoffeln & Rind – Holle (Note: 3,0)
  • Spaghetti Bolognese – Hipp (Note: 3,2)
  • Spaghetti in Gemüsecreme mit Pute – Alete (Note: 3,3)
  • Kürbis mit Kartoffeln und Huhn (Note: 3,3)
  • Bio Karotten, Kartoffeln mit Rindfleisch – Milasan (Note: 3,4)
  • Babydream Kürbis mit Reis und Huhn – Rossmann (Note: 3,4)
  • Babydream Buntes Gartengemüse mit Nudeln – Rossmann (Note: 3,5)

Babynahrung: Das raten die Experten

Am besten beginnen Eltern mit dem Beikostplan, wenn ihr Baby ein halbes Jahr alt ist. Ein Start vor dem fünften Monat wird nicht empfohlen.

Wer selbst kochen möchte, kann den ersten Brei aus frischem Gemüse, Kartoffeln und magerem Fleisch auf Vorrat herstellen und portionsweise einfrieren.

Alternativ liegen Eltern mit den sieben „gut“ bewerteten Gläschen richtig.

Viele Breie enthalten zu wenig Fleisch. Fertige Babynahrung kann mit einigen Löffeln Fleischbrei aufgewertet werden. Auch dieser ist bereits fertig im Handel erhältlich.

Der Zusatz von etwas Orangensaft oder Fruchtmus verbessert die Eisenaufnahme bei vegetarischen Babymenüs oder solchen, denen Eisen zugesetzt wurde.

[white_box]Die kompletten Ergebnisse zum Babygläschen Test und den gesamten Artikel könnt ihr Heft 1/2021 oder auf der Homepage von Stiftung Warentest nachlesen.[/white_box]


Babygläschen Test v. Öko-Test (2019): Babynahrung auf Schadstoffe untersucht

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© depositphotos.com / anaumenko

Das erste Mal Brei statt Milch, das erste Mal von einem Löffel essen: Es ist wohl schwer zu sagen, wer in diesem Augenblick aufgeregter ist. Das Kind, weil es ganz neue Geschmacksempfindungen erleben darf, oder die Eltern, weil der Wechsel hin zum Brei einen wichtigen Entwicklungsschritt markiert.

Wer seinem Kind das Beste bieten möchte, der kann das Essen für den Nachwuchs natürlich selbst kochen und pürieren. Doch nicht selten fehlt dazu die Zeit und die Vielzahl an Babygläschen im Laden wirkt vielversprechend. Doch halten die Produkte auch, was sie versprechen?

In der Januar-Ausgabe 2019 hat Öko-Test 17 Produkte mit verschiedenen Gemüse- und Fleischsorten in einem ausführlichen Babygläschen Test genau untersucht. Allesamt sind sie deklariert für Babys nach dem vierten oder ab dem sechsten Monat.

Für die Fachleute interessant war zum einen, wie hoch der Fleischanteil der Babybreie ist. Denn ein Anteil von zwölf Prozent ist aus Expertensicht erforderlich, um den Bedarf der Babys an Zink und Eisen zu decken.

Des Weiteren prüften sie, ob bedenkliche Stoffe wie krebserregendes Benzol, Cadmium, Pestizide, Nitrit oder Chlorat enthalten sind und wie es um die Hygiene bei der Herstellung der Babygläschen bestellt ist. Außerdem wollten sie wissen, ob künstliche Aromen oder Vitamine enthalten sind.

15 von 17 Produkten im Babygläschen Test waren Bio-Produkte. Günstige Babybreie aus dem Drogeriemarkt fanden sich ebenso darunter wie Markenprodukte.

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Welche Babygläschen sind am besten?

Das Ergebnis: Sechs Bio-Breie erhielten unterm Strich ein „gut“ und sind damit empfehlenswert. Dazu zählen Babydream Kürbis mit Reis und Huhn (Rossmann), Babylove Karotten mit Süßkartoffeln und Rind (DM), DM Bio-Gemüse mit Süßkartoffeln und Huhn, Holle Karotten, Kartoffeln und Rind*, Demeter, Holle Kürbis mit Huhn sowie Milasan Bio-Buttergemüse mit Hühnchen.

Die anderen Babygläschen erhielten die Noten „befriedigend“ (7x), „ausreichend“ (2x) oder „mangelhaft“ (2x).

Babybrei Test: Für zwei Gemüsebreie gibt es nur ein „mangelhaft“

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© depositphotos.com / Bedolaga

Zwei Babygläschen erreichten im Test allerdings nur ein „mangelhaft“. Dabei handelt es sich um die beiden konventionellen Breie Bebivita Karotten, Kartoffeln und Rindfleisch und Bebivita Rahmkartoffeln mit Karotten und Hühnchen.

Bei diesen beiden Produkten kritisierte Öko-Test den künstlichen Zusatz von Eisendiphosphat, Deklarationsmängel sowie auch chlorierte Verbindungen wie PVC und PVDC im Deckel.

Außerdem entdeckten die Tester hier sowie bei drei anderen Gemüsebreien mit Fleisch einen erhöhten Benzolgehalt. Dieser könne beim Erhitzen beziehungsweise Sterilisieren von Pastinaken und Karotten in geschlossenen Behältern entstehen. Der Benzolgehalt lag zwar nur im einstelligen Mikrogramm-Bereich pro Kilogramm, führte aber zu Abzügen.

Bei allen getesteten Produkten lag der Fleischgehalt lediglich zwischen 8 und 8,7 Prozent – viel zu wenig, befand Öko-Test.

Erfreulich: Pestizide oder Rückstände von Reinigungs- oder Desinfektionsmitteln fanden die Fachleute in keinem der getesteten Babybreie.

Übersicht gefundener Schadstoffe

Benzol: flüssiger organischer Kohlenwasserstoff, krebserregend

Chlorierte Verbindungen PVC/PVDC (im Gläschendeckel): belasten die Umwelt und sind problematisch mit Blick auf die Entsorgung; bei der Müllverbrennung bilden sich Dioxine

Babygläschen Test: Die Ergebnisse im Überblick

Testergebnis: „gut“

Testergebnis: „befriedigend“

  • Alnatura Kürbis mit Kartoffeln und Huhn, Demeter
  • Alnatua Pastinaken mit Kartoffeln und Rind, Demeter
  • Beauty Baby Karotten und Süßkartoffeln mit Rind / Müller Drogeriemarkt
  • Hipp Mais mit Kartoffeln & Bio-Pute
  • Humana Blumenkohl, Brokkoli, Kartoffeln & Rind
  • Milasan Bio Karotten, Kartoffeln mit Rindfleisch / German Baby Food
  • Sun Baby Karotten mit Kartoffeln und Rind / Sunval

Testergebnis: „ausreichend“

  • Hipp Karotten mit Mais & Bio-Kalb / Hipp
  • Pro-BiJo Gemüse mit Rind / Pro-BiJ0

Testergebnis: „mangelhaft“

  • Bebivita Karotten, Kartoffeln und Rindfleisch
  • Bebivita Rahmkartoffeln mit Karotten und Hühnchen

Babybrei – Tipps der Experten

Den ersten Brei gibt es etwa ab dem sechsten Monat. Er besteht in der Regel nur aus Gemüse. Nach und nach wird die erste Mahlzeit durch Kartoffeln und Fleisch ergänzt.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann das Essen auch selbst zubereiten. Hier empfiehlt sich eine Mischung aus 100 Gramm Gemüse, 50 Gramm Kartoffeln und 30 Gramm Fleisch.

Gerade für unterwegs oder wenn es schnell gehen muss, sind auch Gläschen eine Alternative. Hier sollten Eltern auf empfehlenswerte Bio-Produkte zurückgreifen.

Die kompletten Ergebnisse zum Babygläschen Test und den gesamten Artikel könnt ihr Heft 1/2019 oder auf der Homepage von Öko-Test nachlesen.

Babybrei Rezepte

Babybrei selber kochen und zubereiten ist oft die bessere Option. Eltern können die Qualität der Zutaten selbst wählen und wissen genau, was ihr Baby zu essen bekommt. Falls es dabei doch mal an Ideen mangelt, findet ihr hier einige Kochbücher mit Rezepten für Babybrei*.

Die Website Babybrei-selber-machen.de hat sich ausschließlich dem Thema Babynahrung verschrieben.

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Beitragsbild: depositphotos -studioM


Der Beitrag wurde am 08.03.2021 aktualisiert!


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