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Kita-Eingewöhnung: Die 20 besten Tipps für einen guten Start

Zuletzt aktualisiert

14. Oktober 2022

Kategorie

Kind

Kita-Eingewöhnung

Egal ob mit sechs Monaten, einem Jahr oder drei Jahren: Wenn dein Kind in der Kita startet, beginnt eine aufregende Zeit mit einem ganz neuen Familienalltag.

Damit der Start für dich und dein Kind gut gelingt, braucht es eine Eingewöhnungsphase. Wir geben dir die wichtigsten Tipps, wie du die Kita-Eingewöhnung gut gestalten und begleiten kannst.

Die 20 besten Tipps zur Kita-Eingewöhnung

1. Positiv auf den Kita-Start blicken

Bereits in den Wochen vor der Eingewöhnungsphase in die Kita wird das Thema zu Hause eine Rolle spielen. Dein Kind spürt dabei genau, wie du dem neuen Abschnitt entgegenblickst.

Und diese Emotionen übertragen sich. In Anwesenheit deines Kindes solltest du deshalb immer positiv auf den Kita-Start blicken und in freudiger Erwartung davon sprechen. Es warten schließlich tolle Lernerfahrungen und neue Freunde auf dein Kind.

2. Ein ausführliches Eingewöhnungsgespräch führen

Jede Eingewöhnungsphase sieht ein Gespräch zum Kita-Start vor. Nutze diese Möglichkeit, um alle deine Fragen loszuwerden, deine Sorgen zu besprechen und deine wichtigsten Anliegen vorzubringen.

Besprich auch den Ablauf der Eingewöhnung, damit du genau weißt, was auf dich und dein Kind zukommt.

3. Das Konzept der Kita lesen

Bevor ihr in die Eingewöhnungsphase startet, solltest du dir das Konzept der Kita genau durchlesen und die wichtigsten Elemente kennen. Das nimmt dir deine Unsicherheit und du kennst den Tagesablauf der Kindergartengruppe.

4. Nicht zu viel erwarten

Jedes Kind ist anders und reagiert unterschiedlich auf die Kita-Eingewöhnung. Manche Kinder brauchen länger, um sich in der ungewohnten Umgebung einzufinden. Andere könnten bereits nach drei Tagen alleine bleiben.

Am besten gehst du ohne Erwartungen an die Eingewöhnungszeit heran und lässt dich einfach überraschen.

5. Genug Zeit einplanen

Da du nicht wissen kannst, wie viel Zeit dein Kind zum Ankommen in der Kita braucht, solltest du dir genügend Zeit zur Eingewöhnung nehmen. So kannst du viel gelassener bleiben, wenn ihr kleine Schritte gehen müsst.

6. Das Gespräch mit den Erziehern suchen

Wenn du im Verlauf der Eingewöhnung Fragen hast, Sorgen verspürst oder Unsicherheiten auftreten, dann suche immer das offene Gespräch mit den Bezugserziehern deines Kindes.

Es gibt keine dummen Fragen und keine unverständlichen Sorgen, wenn es um dich und dein Kind geht.

7. Das Tempo mitbestimmen

Erlaube dir, das Tempo der Eingewöhnungsphase zu beeinflussen. Lass dich von den Erziehern nicht drängen, wenn du glaubst, du und dein Kind sind noch nicht so weit.

Und trenne dich und lass los, wenn du es für möglich hältst. Du kennst dein Kind immer noch am besten und darfst auf dein Bauchgefühl hören.

8. Tausche dich mit anderen Eltern aus

Du weißt sicher schon seit du schwanger warst, dass der Erfahrungsaustausch mit anderen Eltern einfach richtig guttun kann.

Deshalb kann es den Eingewöhnungsprozess für dich erleichtern, wenn du dich mit anderen Elternteilen über die Eingewöhnungsphase unterhältst. Du kannst über deine Eindrücke reden, Gefühle reflektieren und Fragen stellen.

9. Fremdbetreuung im Vorfeld

Bereits vor der Eingewöhnungszeit kannst du etwas für einen sanften Übergang tun: Lass dein Kind gelegentlich fremdbetreuen, damit es bereits gewohnt ist auch mal von dir getrennt zu sein. Die Großeltern, Onkel und Tanten oder der Babysitter bieten sich dafür an.

10. Dem Partner die Eingewöhnung übergeben

Wenn du die Hauptbezugsperson für dein Kind bist, kann es sinnvoll sein, den anderen Elternteil die Eingewöhnung übernehmen zu lassen.

Wenn beispielsweise die Trennung von der Mama viel schwerer fällt als vom Papa, könnte dieser die Kita-Eingewöhnung übernehmen. Die Trennungssituation in der Kita wird damit erleichtert, da nicht die Hauptbezugsperson die Situation verlässt.


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11. Ein vertrauter Gegenstand

Dein Kind hat ein Lieblingskuscheltier oder braucht immer sein Schnuffeltuch, wenn es traurig ist?

Wenn dem so ist, solltest du den Gegenstand unbedingt mit in die Kita geben. Dein Kind hat damit ein gewohntes Ritual bei sich und kann sich damit in Trennungsphasen trösten.

12. Lass den Trennungsschmerz zu

Auch, wenn du es dir vielleicht leichter wünschen würdest, darf dein Kind Trennungsschmerz empfinden und diesen auch durch Weinen oder Wut zeigen. Diese Emotionen gehören einfach dazu.

Wichtig ist nur, dass sich dein Kind auch wieder beruhigen lässt und sich dann auf den Kita-Alltag einlassen kann.

13. Ruhige Zeiten während der Eingewöhnungsphase

Mit der Kita-Eingewöhnung tritt eine große Veränderung in das Leben deines Kindes. Außerhalb dieser Veränderung solltest du den Alltag möglichst ruhig und gelassen gestalten und keine weiteren lebensverändernden Maßnahmen, wie zum Beispiel einen Umzug, planen.

14. Ein Ritual zum Abschied

Wenn letztlich der tägliche Abschied an der Kita-Tür stattfindet, kannst du dir ein kleines Ritual einfallen lassen, dass deinem Kind Sicherheit gibt.

Alles ist möglich: Drei Küsse auf die Stirn, ein Handclap, ein liebevoller Satz oder ein Nasenkuss. Auch der Satz: „Ich hole dich bald wieder ab“ kann deinem Kind guttun.

15. Den Abschied kurz halten

Die dritte Umarmung, der fünfte Kuss oder das vierte Zurückkommen machen die Situation selten besser.

Auch wenn dein Kind traurig ist und weint, solltest du dich deutlich und zügig verabschieden. Ein langer Abschied ist emotional oft belastender und die Beruhigungsphase dauert noch länger an.

Wenn du sicher sein willst, dass sich dein Kind beruhigt hat, ist ein Anruf in der Kita meist kein Problem.

16. Die eigenen Gefühle annehmen

Vielleicht musst auch du eine Träne vergießen, wenn du die Kita verlässt. Das ist in Ordnung. Lass deine Gefühle zu und erlaube auch dir Traurigkeit über die Trennung oder Mitleid mit deinem Kind.

Nur wenn du zurückkommst, solltest du wieder fröhlich und gelassen wirken und deinem Kind vermitteln, dass die Kita-Welt in Ordnung ist.

17. Regelmäßigkeit und Routine

Der Kita-Alltag wird für dein Kind bestimmt bald zur Routine und der Trennungsschmerz verringert sich.

Dafür ist aber eine gewisse Regelmäßigkeit wichtig, vor allem in den ersten Monaten. Du solltest dein Kind daher nicht bei jeder Gelegenheit wieder zu Hause lassen, sondern es täglich in die Kita bringen.

18. Den Zeitpunkt der Eingewöhnung gut wählen

Damit ein regelmäßiger Besuch der Kita in und direkt nach der Eingewöhnungsphase möglich ist, sollte die Kita-Eingewöhnung nicht direkt vor längeren Schließzeiten oder eigenen Urlauben stattfinden.

Die Pause könnte sonst dazu führen, dass die Eingewöhnung quasi von vorne beginnt und der Trennungsschmerz wieder zunimmt.

19. Vertrauen in dein Kind

Wie soll mein Kind diesem Alltag bloß standhalten? Werden die großen Kinder gut mit ihm umgehen? Kann es überhaupt diese Struktur einhalten?

Als besorgte Eltern haben wir viele Ängste. Versuche diese mit vertrauensvollen Gedanken zu beruhigen.

Dein Kind schafft das! Es ist nämlich stark, anpassungsfähig und hat tolle Fähigkeiten.

20. Die gemeinsame Zeit genießen

Und nach der Kita? Da genießt ihr gemeinsam eure freie Zeit und unternehmt schöne Dinge. Spielen, kuscheln, spazieren, tanzen, lachen. Die freie Zeit und das Wochenende gehören euch und dürfen mit viel wundervoller Familienzeit gefüllt und gefühlt werden.

Mit diesen schönen Momenten gelingt der nächste Trennungsprozess bestimmt schon besser.


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Meine persönliche Erfahrung: der Schock des ersten Tages

Als ich meinen ältesten Sohn kurz vor seinem ersten Geburtstag zum Start in die Kita-Eingewöhnung begleitet habe, war ich mehr als geschockt und recherchierte am Nachmittag tränenüberströmt nach Tagesmüttern zur Betreuung meines Sohnes.

Und dass, obwohl ich als Sozialpädagogin im Vorfeld überzeugt vom Konzept der Kita war und diese als aufregenden Lernort mit sozialen Kontaktmöglichkeiten verstehe.

Aber die eigenen Emotionen haben mich total überrannt. Meine Vorstellung vom Kita-Alltag war grundlegend falsch. Meinen kleinen Sohn als Jüngsten in der wilden Kinder-Horde zu erleben, hat mich an allem zweifeln lassen.

Und er selbst? Er war total entspannt und hatte seinen Spaß dabei, auch mal seine Hände in das kleine Kita-Klo zu stecken.

Ich dagegen hatte erwartet, dass die Erzieherin von Anfang an auf ihn zugeht, mit ihm spielt und ihn einbindet. Tatsächlich hatte ich dann das Gefühl, dass sie ihn komplett ignoriert und einfach links liegen lässt.

Nachdem die Suche nach einer kurzfristig verfügbaren Tagesmutter erfolglos blieb, brachen wir am nächsten Tag wieder zur Kita auf und ich war wenig hoffnungsvoll.

Doch bereits der zweite Tag verlief wesentlich besser für mich und die Erzieherin erklärte mir, dass sie meinen Sohn nicht überfordern möchte und wartet, bis er auf sie zukommt.

Ich erlebte ihn dann immer fröhlich inmitten der Kinderschar und voller Neugier auf die Spielangebote und Rituale.

Ich gewöhnte mich an den Kita-Alltag. Zwar langsamer als mein Sohn, aber es gelang mir immer besser.

In der ersten Trennungsphase weinte er übrigens keine Träne. Zu groß waren seine Neugier und seine Abenteuerlust.

Bei meinem zweiten Sohn fühlte ich mich dann als Profi-Mama und völlig gelassen beim Start in die Kita-Eingewöhnung.

Im Gegensatz zu ihm. Er steckte die Trennung sehr schlecht weg und brauchte lange, bis er im Kita-Alltag ankam. Regelmäßige Gespräche mit der Bezugserzieherin haben mir dabei geholfen, mit der Situation umzugehen.

Jedes Kind ist eben anders und jede Eingewöhnungsphase individuell. Für Mama und Kind.

Aber sie lässt sich meistern und in der Rückschau kann ich heute über mich selbst schmunzeln und mich liebevoll an diese Lebensphase erinnern.

Pädagogischen Konzepte der Eingewöhnung

Kita-Eingewöhnung: Das Berliner und das Münchner Modell

Für Kinder unter drei Jahren gibt es pädagogische Konzepte der Eingewöhnungsphase, die sich in der Praxis bereits bewährt haben. Die beiden Modelle unterscheiden sich sowohl in der Dauer als auch in der Herangehensweise. Wir stellen dir die beiden Konzepte im Überblick vor.

Das Berliner Eingewöhnungsmodell besteht aus folgenden Elemente und Phasen:

  • Vorgespräch über den Ablauf der Eingewöhnungszeit und die Persönlichkeit des Kindes
  • Grundphase: In dieser besuchst du gemeinsam mit deinem Kind für ein bis zwei Stunden täglich die Kita.
  • Trennungsversuch: Dieser findet nach den ersten drei bis fünf Tagen statt und dauert nur etwa 30 Minuten.
  • Stabilisierungsphase: In Abhängigkeit vom Ergebnis des Trennungsversuchs ziehst du dich immer weiter zurück und überlässt die Betreuung der Erzieherin. Immer häufiger werden länger andauernde Trennungsphasen eingebaut.
  • Schlussphase: Wenn dein Kind so weit ist, bleibt es alleine in der Kita. Je nach Reaktion des Kindes wird die individuelle Dauer des Besuchs festgelegt und nach und nach erweitert.

Das Münchner Eingewöhnungsmodell besteht aus folgenden Elementen und Phasen:

  • Vorbereitungsphase: Intensiver Austausch über die Konzeption, die Persönlichkeit deines Kindes und die individuellen Bedürfnisse zwischen Elternhaus und Bezugserziehern in mehreren Gesprächen.
  • Kennenlernphase: Gemeinsame Kita-Woche für dich und dein Kind mit einer Anwesenheit von mehreren Stunden täglich. Alle Abläufe, Rituale und Räumlichkeiten sollen gemeinsam erkundet und beobachtet werden.
  • Sicherheitsphase: Gemeinsame Kita-Woche ohne Trennung, aber mit deinem Rückzug im Gruppenraum. Die Bezugserzieher übernehmen erste Aufgaben wie das Wickeln oder Umziehen.
  • Vertrauensphase: Erst in der dritten Woche erfolgt die erste Trennung für 30 bis 60 Minuten.
  • Reflexionsphase: In Abhängigkeit der individuellen Eingewöhnung und Reaktion des Kindes kommt es nun täglich zu Trennungen über einen festgelegten Zeitraum, der nach und nach erweitert wird.

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