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Gar nicht lecker!

Öko-Test: Chemikalien in Silikon-Muffinförmchen gefunden

Zuletzt aktualisiert

6. Dezember 2022

Kategorie

Testberichte

silikon muffinförmchen im test

Backen macht Spaß – und schon die Kleinsten sind beim Teigrühren mit Begeisterung bei der Sache. Speziell Muffin-Rezepte stehen bei Familien hoch im Kurs. Der Teig ist einfach zubereitet, das Backen geht schnell. Und nicht zuletzt lassen sich die kleinen Kuchen je nach Anlass vielfältig dekorieren.

Muffinförmchen gibt es einzeln oder als Blech, aus Metall oder Silikon.

Öko-Test hat in der Dezember-Ausgabe des Verbrauchermagazins Muffinformen aus Silikon unter die Lupe genommen. Stehen die farbenfrohen und weichen Förmchen für unbeschwertes Backvergnügen? Oder steckt hier buchstäblich noch mehr drin? 20 Silikonformen kamen auf den Prüfstand.

Muffinformen aus Silikon: die Ergebnisse im Überblick

Testergebnis: „sehr gut“

Muffinformen aus Silikon, einzeln

Testergebnis: „befriedigend“

  • Tupperware Silikonform Tupcakes, 6er
  • Muffinformen aus Silikon, einzeln
  • Backefix Muffinförmchen, 24 Stück

Testergebnis: „ungenügend“

  • Belmalia Muffinblech Dunkel-Blau, 12er
  • Coox Muffinform, 12er
  • Depot Muffin Silikonform Hearts, 6er
  • Kageforme Baking Cups Silicone, 6er – Flying Tiger/Zebra
  • Masterclass Smart Silicone Baking Pan, 12er – Kitchencraft

Muffinformen aus Silikon, einzeln

  • Gourmeo Muffinförmchen, 25 Stück – eSpring
  • Profissimo Muffinförmchen 2in1 aus Silikon, 12 Stück – Dm

Funktionstest, Schadstoffe, Ausdünstungen

Für den Muffinförmchen-Test hat Öko-Test 20 verschiedene Produkte aus Silikon eingekauft. Darunter fanden sich zwölf Muffin-Bleche mit Platz für sechs bis zwölf Küchlein sowie acht Packungen mit einzelnen Förmchen.

In den beauftragten Laboren wurden die Backformen auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) hin untersucht. Außerdem ließ Öko-Test analysieren, ob aus dem weichen Material bei großer Hitze flüchtige organische Bestandteile entweichen und ob gegebenenfalls Substanzen beim Backen in den Teig übergehen.

Im Rahmen einer Funktionsprüfung wurden die Handhabung sowie die Anti-Haft- und Reinigungs-Eigenschaften des Silikon-Materials überprüft.

Backvergnügen mit elf Testsiegern

Vorweg: Der Muffin-Bäckerei steht erst einmal nichts im Wege. Insgesamt elf Muffinformen aus Silikon bewertete Öko-Test mit der Bestnote „sehr gut“.

Zu den Testsiegern zählen Muffinbleche in verschiedenen Größen ebenso wie einzelne Muffinförmchen.

Sie dünsteten beim Backen – wenn überhaupt – flüchtige organische Verbindungen nur in Spuren aus. Und auch in den Teig gingen keine oder nur geringe Mengen über.

Der Funktionstest stellte für die elf „sehr guten“ Förmchen aus Silikon ebenfalls kein Problem dar.

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Zuletzt aktualisiert am 7. Februar 2023 um 17:57 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr. / *Affiliate Link, Werbung

Zu viele Ausdünstungen: Sieben Muffinformen sind „ungenügend“!

So gut schnitten längst nicht alle Test-Kandidaten ab. Sieben Back-Produkte fielen komplett durch. Bewertung: „ungenügend“. Vor allem die Ausdünstungen beim Backen erwiesen sich hier als Knackpunkt.

Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) dürfen Backformen aus Silikon nicht mehr als 0,5 Prozent flüchtige organische Bestandteile ausdünsten. Dies ist der Richtwert.

Alle sieben Schlusslichter im Test überschreiten diesen Richtwert. Das betrifft die Silikonformen von Belmalia, Coox, Depot, Flying Tiger/Zebra, Kitchencraft, eSpring und Dm.

Besonders ärgerlich aus Sicht von Öko-Test: Die Hersteller könnten diesen Mangel leicht beheben, in dem sie die Muffinförmchen nach der Herstellung für einige Stunden bei hohen Temperaturen „ausheizen“. Durch diesen Vorgang würden sich überflüssige Chemikalien verflüchtigen.

Nicht lecker: Aus der Form in den Teig

Kunststoffe, die in Berührung mit Lebensmitteln kommen, müssen normalerweise einen bestimmten Grenzwert einhalten. Dieser gibt die Stoffmenge an, die maximal in die Lebensmittel übergehen darf.

Auf dieser Grundlage waren es gleich acht Silikonformen, die im Test den Grenzwert nicht einhalten konnten. Bis auf die eSpring-Förmchen betraf dies alle „ungenügenden“ Produkte sowie die mit „befriedigend“ bewerteten Muffinförmchen von Backefix.

Eine gute Nachricht noch zum Schluss: Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) konnten in keinem Produkt nachgewiesen werden.

Und auch die Funktionsprüfung bestanden alle Muffinförmchen im Test. Speziell die Anti-Haft-Eigenschaften seien bei allen 20 Silikon-Muffinformen tadellos gewesen, lobt Öko-Test.

Muffinförmchen aus Silikon: Das raten Experten

  • Sicher ist sicher: Vor dem ersten Gebrauch die Silikonformen gründlich ausspülen. Im Anschluss bei 200 Grad im Ofen eine Stunde „ausheizen“. Lüften nicht vergessen!
  • Die Formen grundsätzlich nicht Temperaturen von mehr als 200 Grad aussetzen.
  • Muffinbleche sind insgesamt stabiler und leichter in der Handhabung.

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