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Nicht jede ist robust.

Test: Elektrische Zahnbürsten für Kinder (Öko-Test)

Zuletzt aktualisiert

2. Mai 2023

Kategorie

Testberichte

Elektrische Kinderzahnbürsten im Test

Ist es auch bei deinen Kindern nicht immer ganz einfach, sie zum richtigen Zähneputzen zu animieren? Elektrische Zahnbürsten für Kinder können dir helfen, denn sie besitzen ein kindgerechtes Design und vereinfachen mit ihrer Elektrik das Putzen.

Zusätzlich helfen Timer deinen Kindern, ihre Zähne ausreichend lange zu putzen. Wichtig ist aber auch: Die Geräte sollten robust sein und kindgerechte Borsten besitzen. Elektrische Kinderzahnbürsten haben hier im Test von Öko-Test (Ausgabe 5/2023) nicht immer zufriedenstellend abgeschnitten.

Fünf der elf getesteten Modelle fielen bei einem Falltest durch, weil irreparable Schäden entstanden sind. Zwei der Elektrozahnbürsten für Kinder erhielten die Note „mangelhaft“. Für eine gab es sogar ein „ungenügend“.

Elektrische Kinderzahnbürsten-Test: die Ergebnisse im Überblick

Testergebnis „sehr gut“

Schallzahnbürsten für Kinder

Testergebnis „gut“

Rotationszahnbürsten für Kinder

Testergebnis „befriedigend“

Schallzahnbürsten für Kinder

  • Dada-Tech Kids Electric Toothbrush Einhorn, blau, DT-KE6
  • Philips Sonicare Kids Schallzahnbürste Monster HX3411/01

Testergebnis „ausreichend“

Rotationszahnbürsten für Kinder

  • Nevadent Elektrische Kinderzahnbürste
  • Sensident Junior Akku-Zahnbürste / Müller

Testergebnis „mangelhaft“

Rotationszahnbürsten für Kinder

  • Dontodent Akku-Zahnbürste Active Young, blau / DM
  • Oral-B Junior Elektrische Zahnbürste

Testergebnis „ungenügend“

Schallzahnbürsten für Kinder

  • Playbrush Smart Sonic Elektrische Kinderzahnbürste, blau

Elektrische Kinderzahnbürsten: Welche Technik steht dahinter?

Fünf der getesteten elektrischen Kinderzahnbürsten waren Schallzahnbürsten, sechs Rotationszahnbürsten. Letztere haben runde Bürstenköpfe, während die der Schallzahnbürsten zumeist länglich sind.

Bei den Rotationszahnbürsten rotiert und oszilliert (schwingt) der Bürstenkopf. Dagegen vibriert der Bürstenkopf einer Schallzahnbürsten. Er bewegt sich dabei vor und zurück, beispielsweise 40000-mal pro Minute.

Welche Technik ist besser? Das lässt sich pauschal nicht sagen. Mit der Rotationszahnbürste muss man jeden Zahn einzeln bürsten, schrieb Zeit Online Anfang 2021 auf Basis eines Artikels der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Zeit Online nahm in dem Artikel Bezug auf Lea Sophie Lukas von der Stiftung Warentest. Mit der Schallbürste, so Lukas, könne man dagegen mehrere Zähne auf einmal bürsten. Das könnte sich bei der Zahnpflege eher nachlässig putzender Kinder als ein Vorteil erweisen.

Die meisten Zahnbürsten sind für Kinder ab drei Jahren

Sieben Anbieter empfehlen ihre elektrische Zahnbürste ab einem Alter von drei Jahren.

Das mit „ungenügend“ bewertete Modell Playbrush Smart Sonic empfiehlt der Hersteller erst für Kinder ab sechs Jahren.

Die Modelle Dontodent und Oral-B Junior sind laut Hersteller für Kinder ab einem Alter von vier beziehungsweise sechs Jahren geeignet.

Der Testsieger Happybrush* eignet sich, laut Anbieter, sogar erst ab einem Alter von acht Jahren. Eltern jüngerer Kinder können aber auf den zweiten Testsieger Philips Sonicare* ausweichen, der bereits ab drei Jahren geeignet ist.

Was kosten die getesteten elektrischen Kinderzahnbürsten?

Die preisgünstigste elektrische Kinderzahnbürste im Test ist das Modell „Nevadent“ für 9,95 Euro (Note: ausreichend). Die beiden mit „sehr gut“ bewerteten Modelle stehen mit knapp 50 Euro dagegen am anderen Ende der Preisskala. Ein mit „gut“ bewertetes und preisgünstiges Modell ist die Prokudent Kids Akku-Zahnbürste für 11,95 Euro.

Öko-Test berücksichtigte zusätzlich die Preise für einen Ersatzbürstenkopf. Auch hier gehört die Prokudent Kids mit 1,66 Euro zu den preisgünstigen Modellen.

Über sechs Euro kosten dagegen Ersatzbürstenköpfe der beiden Modelle von Philips Sonicare. Bei der Playbrush Smart Sonic wurden für einen Ersatzbürstenkopf sogar 7,50 Euro fällig.

Fünf der Zahnbürsten bestanden den Falltest nicht

Dass etwas zu Boden fällt, kommt in einem Haushalt mit Kindern häufiger vor. Das gilt auch für eine elektrische Kinderzahnbürste. Möglicherweise fällt sie dem Kind aus der Hand oder vom Waschbecken auf den Fliesenboden. So etwas darf nicht zu irreparablen Schäden führen.

Öko-Test ließ die elektrischen Zahnbürsten im Test zwölfmal aus einer Höhe von einem Meter auf Fliesenboden fallen. Irreparable Schäden gab es dabei bei allen fünf Modellen, deren Gesamtnote schlechter als „befriedigend“ war.

Gut abgerundete Borstenenden schützen Zähne und Zahnfleisch

Der Anteil abgerundeter Borstenenden (in Prozent) floss bei den getesteten elektrischen Zahnbürsten ebenfalls in das Teilergebnis „Gebrauchseignung“ ein. Das Zahnfleisch und die Zähne von Kindern sind empfindlich. Deshalb solltest du auf einen möglichst hohen Anteil solcher Borsten achten.

Mit über 70 Prozent schlossen die beiden insgesamt mit „sehr gut“ bewerteten elektrischen Kinderzahnbürsten hier am besten ab. Die beiden Modelle Nevadent und Dada-Tech Kids Electric kamen dagegen nur auf weniger als 50 Prozent.

Manche Akkus leeren sich schnell

Du kennst es vielleicht vom Handy: Schwache Akkus werden schnell lästig, weil sie einen viel zu oft zum Aufladen des Geräts zwingen. Das ist bei elektrischen Zahnbürsten für Kinder nicht anders. Öko-Test testete deshalb auch die Betriebszeit mit einer Akkuladung.

In der Regel gilt: Elektrische Kinderzahnbürsten mit einem Lithium-Ionen-Akku (Li-Ion) haben eine lange Laufleistung.

Geräte mit einem Nickel-Metallhydrid-Akku (Ni-MH) kommen dagegen nur auf eine mittlere oder gar kurze Betriebszeit, ehe du sie erneut aufladen musst.

Eine Ausnahme ist die Prokudent-Zahnbürste, die auch mit einem Ni-MH-Akku eine lange Laufleistung hat. Die Akkulaufzeit beeinflusste das Teilergebnis „Technik“. Gebrauchseignung und Technik trugen jeweils 50 Prozent zum Gesamtergebnis bei.

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Zuletzt aktualisiert am 23. Mai 2024 um 0:39 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr. / *Affiliate Link, Werbung

Elektrische Kinderzahnbürsten: Meinung der Experten

  • Defekte elektrische Kinderzahnbürsten gehören auf den Sondermüll. Grund dafür sind neben den fest verbauten Akkus die Kabel-Ummantelungen. Sie enthalten oft Stoffe wie PVC (Polyvinylchlorid) oder PVDC (Polyvinylidenchlorid).
  • Bei der Verbrennung von PVC oder PVDC in einer Müllverbrennungsanlage können sich hochgiftige Verbindungen aus der Gruppe der Dioxine bilden. Sie gelangen eventuell über Nahrungsmittel in den menschlichen Körper und werden dort im Fettgewebe gespeichert. Dioxine stehen unter anderem im Verdacht, krebserzeugend zu sein.
  • Dr. Jacqueline Esch vom Bundesverband der Kinderzahnärzte sieht zwar Vorteile elektrischer Zahnbürsten beim Putzeffekt. Sie empfiehlt im Magazin Öko-Test aber, dass zumindest Dreijährige ihre Zähne mit ihnen nur unter elterlicher Aufsicht putzen.
  • Bis zum Alter von acht Jahren solltest du die Zähne deiner Kinder zudem nochmals nachputzen, wenn sie selbst damit fertig sind.
  • Zähne und Zahnfleisch werden ohne viel Druck mit kreisenden, kleinen Bewegungen vom Zahnfleisch in Richtung Zahn geputzt.

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Kommentare

Danke für den Beitrag und den Vergleich der unterschiedlichen Zahnbürsten. Ich finde, dass die korrekte Zahnpflege schon bei Kindern große Bedeutung haben sollte. Ein Kieferorthopäde hat mir auch schon Ratschläge gegeben.


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