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Gemeinsames Malen fördert Kreativität, Fantasie und Motorik

Gemeinsam-Malen mit Kindern

Malen gehört zu den Lieblingsbeschäftigungen vieler Kinder. Papier, Stifte und eine Idee – mehr braucht es nicht, um ein kleines Kunstwerk ins Leben zu rufen. Bereits die Kleinsten sind fasziniert von den bunten Farben und der Möglichkeit, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen.

Malen die Eltern mit ihrem Nachwuchs zusammen, können sie ihm dabei helfen, die eigene Vorstellungskraft zu Papier zu bringen. Gleichzeitig schult das Zeichnen das Farbverständnis, die Feinmotorik und das räumliche Vorstellungsvermögen.

Beim Zeichnen kennt die Fantasie keine Grenzen

Wenn Kinder zu Wachsmalkreide, Buntstift oder Tuschkasten greifen, dürfen sich Eltern schon auf ein fantasievolles Kunstwerk freuen. Loben die Eltern das Ergebnis, bestärken sie ihre Kinder, die eigenen Fähigkeiten immer weiter ausbauen und ihre Vorstellungskraft Ausdruck zu verleihen.

Gemeinsam-Malen-mit-Kindern

Pixabay.com © Kranich17 CCO Public Domain // Wer malt, kann seiner Fantasie freien Lauf lassen.

Hierbei gilt zu beachten, dass es bei Malanfängern kein Richtig oder Falsch, Schön oder Hässlich gibt. Es sollte einzig die Kreativität des Nachwuchses gefördert werden. Sieht dieser in einer Aneinanderreihung schwarzer Striche einen Wald, sollten die Eltern das Gemalte nicht abwerten. Besser ist es, bei Unverständnis nachzufragen und die kindliche Sichtweise einzunehmen.

Wer es oberflächlich betrachtet, könnte im gemeinsamen Malen mit Kindern nur ein Spiel sehen – eine Freizeitbeschäftigung, um die Langeweile zu vertreiben. Doch das Malen und Zeichnen ist viel mehr! Es hilft den Sprösslingen, Umgebungsreize zu verarbeiten und sich auszudrücken.

Neben Fantasie und Kreativität, werden auch die Motorik, die Hand-Auge-Koordination und das Sehvermögen gefördert. Wird gemeinsam in der Familie gemalt, kommt auch ein sozialer Aspekt hinzu.

Beispielsweise lernen die Kinder das Teilen, wenn mehrere Künstler einen Stift benötigen. Auch Tipps und Ratschläge können beim gemeinsamen Malspaß weitergegeben werden – allerdings ohne über die kleinen Künstler zu richten.

Sieht der gezeichnete Hund in den Augen der Eltern wie ein Flugzeug aus, sollten sie ihren Nachwuchs nicht darauf hinweisen oder die Zeichnung gar korrigieren.

Bei der künstlerischen Entwicklung kann dagegen interessiertes Nachfragen, beispielsweise nach den gewählten Farben positiv wirken. Warum wurde der Vogel in Pink gezeichnet und die Katze in Giftgrün? Gibt es solche Tiere in der Wirklichkeit?

Auch Größenverhältnisse können angesprochen und erklärt werden. Warum sind die gemalten Kinder im Vergleich zum Häuschen so riesig?

Bei allen guten Tipps sollte aber beachtet werden, dass das Malen keine schulische Übung ist. Das Kind soll sich beim gemeinsamen Malvergnügen wohl und sicher fühlen, sich kreativ austoben und keinen Druck verspüren.

Durch stetiges Üben verbessern sich die Kunstwerke

Gemeinsam-malen-Kinderzeichnung

© Depositphotos / Helen_F

Wer möchte, dass sich die Zeichenergebnisse des Kindes verbessern, sollte nicht kritisieren, sondern den Nachwuchs immer wieder zum gemeinsamen Malen einladen.

Einerseits lernen die Sprösslinge durch Nachahmung – sie schauen sich also auch die Kunstwerke der Eltern an – andererseits bekommen sie durch stetiges Wiederholen ein Auge fürs Detail.

Malt das Kind den Familienhund wieder und wieder, sieht dieser irgendwann nicht mehr wie ein Flugzeug, sondern wie das geliebte Haustier aus. Auch bei Gesichtern sorgen Wiederholungen dafür, dass sich die kleinen Künstler Proportionen einprägen und sich das Pünktchen-Pünktchen-Komma-Strich-Gesicht weiterentwickelt.

Auch das Abzeichnen können Eltern mit ihren Kindern üben. Bei dieser subtilen Art des Lernens prägen sich kleinste Details ein und es können nicht nur die Fantasie, sondern auch Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit trainiert werden.

Damit das Malen von Gesichtern, Fantasiebildern und Mandalas nicht langweilig wird, sollten die Motive immer wieder wechseln. Auch mit ehrlichem Lob sollten die Eltern nicht sparen. Sieht ein Bild besonders schön aus oder hat sich das künstlerische Verständnis des Sprösslings weiterentwickelt, bekommt das Kunstwerk beispielsweise einen Platz am Kühlschrank.

Doch Vorsicht: Übermäßiges Lob kann ebenso demotivierend wie Kritik wirken.

Das gemeinsame Malen mit Kindern fördert…

Wer zusammen mit seinem Sprössling malt, kann dessen Fortschritte miterleben:

Malen…

  •  …fördert die Grob- und Feinmotorik – bereits feine Striche können den Unterschied zwischen einem gelungenen Bild und einer Kritzelei machen. Das merken auch Kinder im Handumdrehen. Daher bemühen sie sich beim Malen um eine möglichst ruhige Linienführung. Auch beim Ausmalen geben sie sich mehr Mühe, wenn das Endergebnis schön aussehen soll. Um dem Nachwuchs immer wieder neue Motive zur Verfügung zu stellen, sind Malbücher tolle Geschenke. Besonders schön: Individuelle Malbücher, die dem Kind großen Spaß bereiten und mit dem eigenen Namen ein sehr persönliches Geschenk sind. So können sie sich selbst ausmalen und sehr leicht in die Geschichte hineinversetzen.
  • …fördert die Fantasie und das Selbstbewusstsein – bringen die kleinen Künstler ihre Vorstellungskraft auf Papier und erhalten Zuspruch, finden sie Gefallen daran, der Kreativität freien Lauf zu lassen. Indem sie mit den eigenen Händchen ein kleines Kunstwerk erschaffen, bestätigen sie sich und ihre Fähigkeiten. Das wirkt sich positiv auf ihr Selbstbewusstsein auf. Gleichzeitig können die Sprösslinge beim Zeichnen lernen, wie sie mit Rückschlägen umgehen und warum es sich lohnt, aus einem Misserfolg zu lernen.
  • …fördert die Ausgeglichenheit – damit ein Bild den Vorstellungen des Kindes entspricht, braucht dieses eine ruhige Hand. Indem es jeden Strich an seinen Platz setzt, können Konzentrationsvermögen und Geduld trainiert werden. Für besonders quirlige Sprösslinge kann das Malen ein guter Ausgleich sein.

Was gibt es beim gemeinsamen Malen zu beachten?

Gemeinsam-Malen-Kinder

Pixabay.com © hrohmann CCO Public Domain // Beim Malen geben Kinder ihr Innerstes Preis und beflügeln damit ihre eigene Fantasie.

Beginnt der Nachwuchs mit seinem ersten Bild, sollten die Eltern kein Meisterwerk erwarten. Auch wenn die nächsten zehn oder 50 Bilder einem farblichen Chaos gleichen, ist das vollkommen in Ordnung.

Mit den bunten Stiften setzen die Sprösslinge ihre Gedanken farblich um. Es geht zunächst weniger um optische Schönheit, Akkurates oder Logik. Es geht allein um Kreativität. Dabei handelt es sich um einen sehr individuellen Prozess. Aus dem Grund sollten die Eltern ihren Nachwuchs beim Malen und Kreativwerden bestärken, ohne das Ergebnisse zu bewerten.

Damit sich die Kinder voll und ganz auf ihren Schaffensprozess konzentrieren können, ist ein separater Platz zum Malen empfehlenswert. Hier können sie in Ruhe in ihre eigene Welt versinken, die Realität auseinandernehmen und neu zusammensetzen.

An dem „Malplatz“ – vorzugsweise einem kindgerechten Spieltisch – sollten immer Papier und verschiedene Stifte bereitliegen. Dadurch kann das Kind sofort loslegen, wenn es eine Idee für ein neues Bild hat.

Für jedes Alter gibt es passende Stifte. Kleinere Kinder erfreuen sich an der Strahlkraft der Farben. Aus dem Grund kommen für sie stark pigmentierte Bunt- und Aquarellstifte infrage.

Dicke Wachsmalstifte oder Dreikantbuntstifte lassen sich zudem von den kleinen Kinderhänden besser greifen und gehen auch bei stärkerem Druck auf das Papier nicht kaputt. Für Kinder, die bereits schreiben können, eignen sich auch dünnere Stifte wie Feinliner oder dünne Pinsel.

Und abschließend ein Punkt der oft vernachlässigt wird: Nicht alle auf dem Markt erhältlichen Malstifte sind gesundheitlich unbedenklich. In vielen Stiften wurde u.a. PAK, Phthalate oder halogenorganische Verbindungen gefunden. Ein Buntstifte Test gibt hier Aufschluß, welche Marken wirklich empfehlenswert sind.

Weiterführende Informationen

Beitragsbild: © Depositphotos / Anna_Om


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