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Test + kleiner Ratgeber.

Test: Die beste Smartwatch für Kinder (Stiftung Warentest)

Zuletzt aktualisiert

20. Oktober 2023

Kategorie

Testberichte

Smartwatch für Kinder

Eine Smartwatch für Kinder wirkt auf Eltern sehr beruhigend, weil sie ihnen den Aufenthaltsort ihrer Sprösslinge verrät. Darüber hinaus können ihnen manche Uhren durch Belohnungssysteme bei der Erziehung helfen.

Für Kinder ist eine Smartwatch ein cooles Gerät mit Spielen, Musik-Player und einer Kamera.

Das klingt gar nicht so übel, oder? Allerdings halten manche Funktionen nicht das, was sich Kinder und Eltern von ihr versprechen. Ein Beispiel dafür ist die Ortung. Das zeigt der Kinder-Smartwatch-Test der Stiftung Warentest.

Testsieger wurde hier die Bounce von Garmin, mit der man jedoch nicht telefonieren kann. Beste Kinder-Smartwatch mit Telefonfunktion wurde die X6Play von Xplora.

Kinder-Smartwatch-Test: Die Bestenliste von Stiftung Warentest

Testergebnis: „gut“

Testergebnis: „befriedigend“

  • Anio 5 (Note: 2,7)
  • Imoo Watch Phone Z1 (Note: 3,0)

Testergebnis: „ausreichend“

  • Bea-fon 4G SOS Kids Smartwatch SW1 (Note: 4,0)

Testergebnis: „mangelhaft“

  • Soymomo Space 2.0 (Note: 5,5)
  • Technaxx Bibi & Tina 4G Kids-Watch (Note: 5,5)

Smartwatch für Kinder: Die Ortung ist nicht immer gut

Für viele Eltern ist die Ortungsfunktion eine der wichtigsten bei einer Smartwatch für Kinder. Hier schnitten die Smartwatches aber deutlich schlechter ab als beim Testkriterium „Kommunikation“, bei dem fünf Modelle die Note „gut“ erhielten.

Die Ortung wurde nur bei zwei Modellen mit „gut“ bewertet: bei der Bounce von Garmin und der Movetime Family Watch MT42X von TCL. Ein „mangelhaft“ gab es dagegen für die Bibi & Tina 4G-Kids-Watch von Technaxx.

Oft hängt die Qualität der Ortung von der Umgebung ab, in der sich das Kind mit seiner Smartwatch befindet. Relativ gut fand der GPS-Tracker die Kinder in freier Umgebung. Stehen dagegen viele Häuser im Weg, wird die Ortung ungenauer.

Geo-Fencing: An der kurzen Leine?

Mit Geo-Fencing kannst du für deine Kinder ein Areal festlegen, in dem sie sich bewegen dürfen.

Überschreiten sie die Grenzen, alarmiert dich die Smartwatch.

Sehr gute Geo-Fencing-Funktionen besitzen die Bounce und die Movetime Family Watch.

Allerdings raten die Experten, die Grenzen nicht zu eng zu ziehen und deine Kinder damit zu sehr einzuengen. Außerdem führen mögliche Fehlalarme eher zu mehr Stress als zu mehr Sicherheit.

Die Ortungsfunktion lässt sich bei einigen Uhren (Technaxx Bibi & Tina, Bea-fon, Anio) aber auch abstellen.

Zuletzt aktualisiert am 18. April 2024 um 19:09 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr. / *Affiliate Link, Werbung

Die Tücken der SOS-Funktion

Bei der SOS-Funktion schnitten die Anio 5 und die TCL Movetime am besten ab.

Du solltest aber folgende Einschränkungen bei der SOS-Funktion berücksichtigen, die mehr oder weniger für alle Smartwatches gelten!

Keine der Smartwatches für Kinder hat eine hundertprozentig zuverlässige SOS-Funktion. Sie rufen zwar zuverlässig alle Nummern an, die du hinterlegt hast, aber sie merken nicht, ob wirklich jemand persönlich rangeht oder ob sie nur eine Mailbox erreichen.

Dadurch kann es passieren, dass ein Hilferuf ins Nichts läuft.

Sicher, die Uhren schicken auch eine Push-Nachricht über die App für die Eltern, aber diese kann schnell übersehen werden. Bei Garmin gibt es zum Beispiel nur solche Nachrichten und keine Anrufe.

Ein Tipp der Tester: Schalte die Mailbox für die wichtigste Notrufnummer aus. So wird sichergestellt, dass der Notruf nicht hängenbleibt und wirklich jemand erreicht wird.

Die Testsieger kosten 180 Euro oder mehr

Die beiden Testsieger kosten mit einem Durchschnittspreis von mindestens 180 Euro mehr als ihre Konkurrenten. Als Preis-Tipp eignet sich die ebenfalls mit „gut“ bewertete Movetime Family Watch, deren Durchschnittspreis bei 147 Euro liegt.

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Von den vier Kinder-Smartwatches mit einem Preis zwischen 120 und 130 Euro erreichte das Watch Phone Z1 von Imoo die beste Bewertung (befriedigend).

Wie gefällt deinen Kindern die Smartwatch?

Deine Kinder werden ihre Smartwatches vermutlich nach anderen Kriterien als du bewerten. Für sie sind unterhaltsame Apps wichtig.

Allerdings können Apps wie YouTube, WhatsApp oder TikTok nicht installiert werden. Das wird deinen Kids vielleicht nicht gefallen, ist aber von den Herstellern genauso vorgesehen. Ohne soziale Medien ist das Ablenkungspotential der Kinder-Smartwatches deutlich geringer. Gerade in der Schule wird so mögliches Konfliktpotential vermieden.

Am besten suchst du die Smartwatch mit deinen Kindern gemeinsam aus, damit beide Seiten zufrieden sind. Nur wenn deine Kinder die Smartwatch mögen, werden sie sie gerne tragen und nicht als Ballast empfinden.

Einige Modelle verbinden Erziehung und Unterhaltung miteinander. So kannst du deinen Kindern beispielsweise mit der Bounce von Garmin Aufgaben stellen (z.B. Kinderzimmer aufräumen) und sie bei erledigter Aufgabe belohnen.

Extra-Wertung: Apple Watch als Kinder-Smartwatch

Nicht im eigentlichen Test aufgeführt, aber im Magazin erwähnt wurde die Apple-Watch. Sie ist eigentlich keine Smartwatch für Kinder, lässt sich mit der Familienkonfiguration aber so einstellen, dass ihre Funktionen denen einer Kinder-Smartwatch ähneln.

In der Extrawertung gab es für sie ein „sehr gut“ in der Kommunikation sowie jeweils ein gut bei „Ortung und Sicherheit“ sowie bei den „Kinderfunktionen“. Mit einem Durchschnittspreis von über 300 Euro ist sie jedoch deutlich teurer als die getesteten Kinder-Smartwatches.

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Die Testkriterien

Die Stiftung Warentest beurteilte die Produkte in ihrem Kinder-Smartwatch-Test nach folgenden Kriterien:

Beim Kauf sind noch andere Dinge wichtig

Als Käufer einer Kinder-Smartwatch solltest du nicht alleine auf die Funktionen achten. Wichtig sind daneben beispielsweise die Akku-Laufzeit und die Wasserfestigkeit.

Leichter Regen macht den allermeisten Kinder-Smartwatches nichts aus. Beim Schwimmen sollten deine Kinder die Uhren dagegen besser nicht tragen.

Achte auf mögliche Schadstoffe. Manche Smartwatches setzen beispielsweise Nickel in einer Menge frei, die oberhalb des gesetzlichen Grenzwertes liegt.

Im Test gehörten die Modelle Space 2.0 von Soymomo und Bibi & Tina 4G-Kids-Watch dazu. Nickel kann Allergien mit Symptomen wie geröteter Haut und Juckreiz auslösen.

Ein No-Go ist die heimliche Überwachung deiner Kinder. Dies wäre beispielsweise mit der Bea-fon 4G SOS Kids Smartwatch möglich.

Eltern können bei diesem Modell heimlich die Kamera bedienen, ohne das es an der Uhr angezeigt wird. Die Kinderfunktion wurde von Stiftung Warentest daher mit „mangelhaft“ bewertet.

Wieviel Datenvolumen für Kinder-Smartwatch nötig?

Noch etwas ist wichtig: Wenn du die Gesamtkosten kalkulieren möchtest, musst du bei einer Smartwatch mit SIM-Karte auch den Handytarif berücksichtigen.

Stiftung Warentest empfiehlt Prepaid-Tarife mit einem monatlichen Datenvolumen zwischen 400 MB und einem GB. Die Kosten liegen in der Regel bei knapp 5 Euro pro Monat.

Welche Prepaid-Karte / SIM für Kinder-Smartwatch?

Kombi-Tarife aus günstiger Uhr inklusive festem Tarif können auf langer Sicht teurer werden. Stiftung Warentest rät daher zum Einzelkauf der Uhr und empfielt folgende Prepaid-Tarife zur Kinder-Smartwatch:

Beste Prepaid-Tarife der Netzbetreiber

Beste Prepaid-Tarife von Handelsketten

Ist eine Smartwatch für Kinder sinnvoll?

Dazu wurden Medienpädagogen befragt und u.a. folgende Ratschläge gegeben:

Das richtige Alter: Ab wann ist eine Smartwatch für Kinder geeignet?

Smartwatch für Kinder sinnvoll?

Das geeignete Alter für eine Smartwatch kann von Kind zu Kind variieren und hängt von mehreren Faktoren ab, einschließlich der Reife des Kindes, des Zwecks der Smartwatch und der Art und Weise, wie sie verwendet wird. Es gibt keine universelle Altersgrenze.

Kinder sollten alt genug sein, um die Uhr alleine bedienen zu können. Das ist wahrscheinlich schon ab 5 Jahren möglich. Ist es deshalb aber auch sinnvoll. Sicher nicht.

Wenn die Smartwatch hauptsächlich für Sicherheitszwecke gedacht ist, z.B. um das Kind auf dem Schulweg zu orten, könnte sie schon ab dem Grundschulalter mit 7 Jahren sinnvoll sein. Ist sie jedoch mehr für soziale Interaktionen, Internetzugang oder Spiele gedacht, ist es vielleicht besser zu warten, bis dein Kind älter und reifer ist.

Kinder beginnen etwa im Alter von etwa 10 bis 12 Jahren, ein besseres Verständnis für Verantwortung und die Konsequenzen ihres Handelns zu entwickeln. In diesem Alter könnten sie auch bereit sein, die Funktionen einer Smartwatch verantwortungsbewusst zu nutzen.

Mein Sohn hat mit 11 Jahren keine Uhr, sondern ein gebrauchtes Smartphone bekommen. Von den ständigen Diskussionen, bezüglich der Dauer und des Zwecks der Nutzung abgesehen, hat sich das Gerät als sehr sinnvoll herausgestellt.

Da mein Sohn den Schulweg per S-Bahn absolviert, können wir so unkompliziert Absprachen treffen, falls beispielsweise der Zug wieder einmal Verspätung hat oder ganz ausfällt.

Ich empfehle aber unbedingt eine altersgerechte Kindersicherung einzurichten, um die zeitliche Nutzung reglementieren zu können. Dies geht unter Apples iOS sehr einfach. Unter Android ist etwas Einarbeitung nötig.


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