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Elternzeit als Brücke zwischen Familie und Beruf

Autor

Mathias

Veröffentlicht

24.03.2015

Aktualisiert

31.08.2021

Kategorie

Elternzeit

Bald ist es soweit. Der Geburtstermin rückt näher und man fragst sich, wie Familienleben und Beruf am besten zu vereinbaren sind. Mit der Elternzeit ist es für Mütter und Väter möglich, das Arbeitsverhältnis bis zu drei Jahre ruhen zu lassen und so gerade zu Beginn mehr Zeit für die Familie zu haben.
In diesem kompakten Überblick erfahrt ihr, wer überhaupt Anspruch auf Elternzeit hat, welche Besonderheiten es gibt und was man alles beim Antrag beachten muss, damit es nicht zu unliebsamen Überraschungen kommt.

Der Anspruch auf Elternzeit

Grundsätzlich haben alle Mütter und Väter Anspruch auf Elternzeit, die in einem Arbeitsverhältnis stehen. Dabei ist es egal, ob man in Vollzeit angestellt ist, nur in Teilzeit arbeitet oder geringfügig beschäftigt ist. Selbst Beschäftigte in Heimarbeit, Auszubildende und Umschüler können Elternzeit nehmen.

Vorausgesetzt, man betreut und erzieht das Kind selbst, lebst mit ihm im selben Haushalt und arbeitet nicht mehr als 30 Stunden pro Woche, steht einer spannenden Elternzeit nichts im Wege.

Wie lange kann man Elternzeit beanspruchen?

Der gesetzliche Anspruch auf Elternzeit gilt bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres eines Kindes und kann von keinem Arbeitgeber verweigert werden. Man kann zudem bis zu zwölf Monate (Wichtig! Diese Regelung gilt bis zum 31.06.2015 und wurde durch das Gesetz zum neuen ElterngeldPlus erweitert) der Elternzeit auf die Zeit zwischen dem dritten und achten Lebensjahr des Kindes übertragen, dies dann aber nur unter Zustimmung des Arbeitgebers.

Elternzeit_Mutter_Kind

Elternzeit anmelden und Kündigungsschutz

Spätestens sieben Wochen vor dem Beginn der geplanten Elternzeit muss der Arbeitgeber schriftlich informieren werden. Mütter sollten also spätestens eine Woche nach der Geburt Elternzeit anmelden. Möchten Väter direkt nach der Geburt zuhause bleiben, müssen sie spätestens sieben Wochen vor dem errechneten Termin ihre Elternzeit anmelden. Verpasst man die 7-Wochen-Frist, verschiebt sich der Start der Elternzeit dementsprechend.

Zur Sicherheit sollte die Anmeldung der Elternzeit zudem vom Arbeitgeber schriftlich bestätigt werden. Dieser ist dazu verpflichtet.

In die Anmeldung gehören weiterhin die Angaben zu Beginn und Ende der Elternzeit. Hier ist eine gute Vorausplanung wichtig, denn mit der schriftlichen Anmeldung legt man für die nächsten zwei Jahre verbindlich fest, wann und wie lange die Elternzeit genommen werden soll. Eine spätere Änderung dieser Festlegung, sei es eine Verkürzung oder Verlängerung, kann dann nur noch mit Zustimmung des Arbeitgebers erfolgen.

Gerne nehmen Väter ihre Elternzeit als Partnermonate, z.B. im ersten und zwölften Lebensmonat des Kindes. Dies ist möglich, weil die Elternzeit außerdem in bis zu zwei Zeitabschnitte aufgeteilt werden kann. Wichtig hierbei! Es sind bei Anmeldung der Elternzeit unbedingt beide Abschnitte anzugeben. Meldet man erst einmal nur den ersten Teilabschnitt, wäre die Elternzeit im zwölften Lebensmonat von der Zustimmung des Arbeitgebers abhängig.

(Quelle: www.bmfsfj.de)

Solltet ihr Anregungen oder Fragen zur Elternzeitregelung haben, dann schreibt einfach unten in die Kommentare.

Beitragsbild: https://pixabay.com/de/- CC0 Public Domain

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